Tweedy

Sukierae

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.09.2014
Jahr: 2014
Stil: Singer-Songwriter

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Tweedy Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Tweedy
Sukierae, dBpm Records, 2014
Jeff TweedyVocals, Guitars, Bass, Keyboards, Piano, Mellotron
Spencer TweedyDrums, Percussion
Scott McCaugheyKeyboards, Vibraphone, Piano
Jess Wolfe, Holly LaessigBacking Vocals
Produziert von: Jeff Tweedy Länge: 79 Min 23 Sek Medium: CD
Disc One:Disc Two:
01. Please Don't Let Me Be So Understood01. Flowering
02. High As Hello02. Desert Bell
03. World Away03. Summer Noon
04. Diamond Light Pt. 104. Honey Combed
05. Wait For Love05. New Moon
06. Low key06. Down From Above
07. Pigeons07. Where my Love
08. Slow Love08. Fake Fur Coat
09. Nobody Dies Anymore09. Hazel
10. I'll Sing It10. I'll Never Know

Also, langweilig ist das neue Jeff Tweedy Werk "Sukierae" ganz bestimmt nicht. Will heißen, man hat Mühe es von Beginn an zu verstehen. Eine Platte für den flüchtigen Genuss klingt sicherlich anders. Im Opener Please Don't Let Be So Understood offeriert uns Tweedy, der schräge Vogel, sogleich sein Credo auf punkig-rotzige Art und Weise: "I don't wanna give you satisfaction, I don't wanna call in code... I don't want to kill all those people, but I don't wanna grow up, grow love. I don't wanna be so understood." Da weiß man, woran man ist.

Der längst etablierte WILCO-Frontmann präsentiert uns gemeinsam mit seinem 18-jährigen Sohn Spencer, der ein recht abwechslungsreiches Schlagzeugspiel bevorzugt, ein hochinteressantes Solo-Debut, das zwanzig neue Tweedy Kompostionen enthält, die sich von der instrumentalen Vielfalt und den üppigen Arrangements der letzten WILCO-Scheiben erheblich unterscheidet.

Der Mann aus Illinois spielt wie üblich akustische und elektrische Gitarren und singt total unaufgeregt, zupft den Bass und drückt hie und da mal ein paar Keyboard-Akkorde. Gelegentlich helfen Tastenmann Scott McCaughey (R.E.M., THE MINUS 5) oder die beiden LUCIUS-Damen Jess Wolfe und Holly Laessig mit kecken Backing Vocals aus. Hat sich der Hörer erstmal darauf eingestellt, entwickelt sich Tweedys vielsagender Low Key-Kosmos häufiger als zunächst gedacht zu einem mitreißenden Stück Musik. "I've always been low key, let's let the record show. No, I won't jump for joy, I don't. If I get excited Nobody knows."

Doch nicht alles auf Tweedys neuem Album entwickelt diese Sogwirkung, manches gerät etwas zu gleichförmig, trist, schleicht ohne große Höhepunkte übers Parkett. Man sucht vergeblich markante Fixpunkte.
Aber alles ist und bleibt unverkennbar Jeff Tweedy, der melancholische, nachdenkliche Songwriter mit Niveau und persönlichem Stil. Manchmal fällt ihm dann doch noch die Sonne ins Gesicht (Summer Noon und Low key). Da denkt man an WILCOs "Summerteeth", das offenbar Ewigkeiten zurückliegt. Das psychedelisch verquaste, verstörende Diamond Light Pt.1 erinnert dann schon eher an RADIOHEAD.

Wie gesagt, nichts für den flüchtigen Genuss. Man muss sich ein wenig Mühe geben, dieses Doppelalbum zu mögen. Am Ende wird man belohnt.

Frank Ipach, 18.09.2014

 

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