Twisted Sister

Live At Hammersmith

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 31.05.2012
Jahr: 2012
Stil: Glam Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Twisted Sister
Live At Hammersmith, Armoury Records, 2012
Dee SniderGesang
Jay Jay FrenchGitarre & Gesang
Eddie OjedaGitarre & Gesang
Mark MendozaBass
A. J. PeroSchlagzeug
Tony PetriSchlagzeug (bei Jailhouse Rock und Train Kept A-Rollin')
Produziert von: Mark Mendoza & Jay Jay French Länge: 87 Min 29 Sek Medium: CD
Disc 1
01. What You Don't Know (Sure Can Hurt You)06. You Can't Stop Rock'n'Roll
02. The Kids Are Back07. Knife In The Back
03. Stay Hungry08. Shoot 'Em Down
04. Destroyer09. Under The Blade
05. We're Not Gonna Take It
Disc 2
01. Burn In Hell05. We're Gonna Make It
02. I Am, I'm Me06. Jailhouse Rock (Detroit '79)
03. I Wanna Rock07. Train Kept A-Rollin' (Detroit '79)
04. SMF

TWISTED SISTER waren schon immer eine Band für die große Bühne, dementsprechend haben Dee Snider und Co. auch schon jedes größere Rock- und Metal-Festival und die großen Hallen dieser Welt mit ihrer Anwesenheit beehrt. 1984 standen die TWISTED SISTER dann ganz oben, sie spielten im ehrwürdigen Hammersmith Odeon, London, Großbritannien. Dieser Auftritt wurde für eine amerikanische Radiostation mitgeschnitten, allerdings erst zehn Jahre später erstmals unter dem Titel “Live At Hammersmith“ als Album veröffentlicht.

Nun liegt eine Wiederveröffentlichung mit demselben Titel vor, die noch einmal von Bassist Mark Mendoza remastert wurde. Dabei ist der Klang wunderbar roh belassen und sehr räumlich gehalten, genau so wie es sein sollte. Einzig die Publikumsreaktionen kann man nur wahrnehmen, wenn die Band leise spielt oder aber zwischen den Stücken. Aber das ist klanglich auch der einzige Schwachpunkt.

Die Setlist besteht aus den Klassikern der ersten drei Alben “Under The Blade“, “You Can’t Stop Rock’n’Roll“ und “Stay Hungry“ und zeigt dabei die Stärken der Band in ihren frühen Jahren: Gradliniger, harter und trotzdem eingängiger Glam Metal mit Massen-Appeal, der in Stücken wie We’re Not Gonna Take It, Shoot ’Em Down, Under The Blade, I Am, I’m Me oder aber I Wanna Rock seine reinste Form findet.

Die Band zeigt sich voller Spielfreude und bis in die hochtoupierten Haarspitzen motiviert und engagiert. Jay Jay French und Eddie Ojeda riffen und solieren herrlich roh. Mark Mendozas Bass pumpt heftig wie das Herz einer Rock-Band und A. J. Pero gerbt die Felle seines Schlagzeugs so unnachgiebig wie ein Sklaventreiber auf den römischen Galeeren. So muss eine arschtighte Rockband klingen. Dee Snider war schon immer ein Frontmann der allerhöchsten Güteklasse und zeigt es auch an diesem Abend, wie man ein Rock-Publikum bei Laune hält. Zudem klang die Ober-Schwester wohl selten stimmlich besser als damals.

Als Bonus gibt es noch zwei Bonusstücke, die bereits 1979 in Detroit aufgenommen wurden. Dabei handelt es sich um den Elvis Presley-Klassiker Jailhouse Rock und Train Kept A-Rollin’, das vor allen Dingen die YARDBIRDS und später AEROSMITH bekannt gemacht haben. Die beiden Songs zeigen sehr schön die musikalischen Wurzeln der TWISTED SISTER auf und runden das Paket gut ab, das so auf etwas mehr als 87 Minuten Spielzeit kommt.

“Live At Hammersmith“ ist die Essenz dessen, was TWISTED SISTER in den 1980ern zu einer der heißesten und besten Rockbands machte. Eine perfekte Kombination aus Musik, Show und Attitüde, die nirgends besser funktionierte als auf der Bühne. Insofern ist dieses Live-Album ein perfekter Einstieg in das musikalische Universum der TWISTED SISTER. Wer die Band danach nicht mit anderen Augen sieht und ihnen den nötigen Respekt entgegenbringt, der mag einfach keine gute, ehrliche Rock-Musik.

Marc Langels, 30.05.2012

 

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