Twisted Sister

Still Hungry

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.11.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Twisted Sister
Still Hungry, Drakkar Entertainment, 2004
Dee SniderVocals
Mark MendozaBass
Jay Jay FrenchGuitars
Eddie OjedaGuitars
A.J.PeroDrums
Produziert von: Mark Mendoza Länge: 71 Min 34 Sek Medium: CD
1. Stay Hungry9. S.M.F
2. We're Not Gonna Take It10. Never Say Never
3. Burn In Hell11. Blastin Fast And Loud
4. Horror Terria12. Come Back
5. I Wanna Rock13. Plastic Money
6. The Price14. You Know I Cry
7. Don't Let Me Down15. Rock'n'Roll Saviours
8. The Beast16. Heroes Are Hard To Find

TWISTED SISTER habe ich zum ersten Mal 1983 live gesehen, das letzte mal 1986, quasi bei ihrem Schwanengesang. Und nun, fast 20 Jahre später, servieren die Schwestern uns ein neues Album.
Naja. Neu ist es ja nicht. Aufgrund ihrer grandiosen Erfolge bei diversen Festivalauftritten musste wohl ein Tonträger her, und was könnte besser sein zur Wiederverwertung als ihr Millionseller "Stay Hungry"?

Mit "Still Hungry" bekommt der Fan allerdings nicht die normale Rotze serviert, sprich wir mischen mal ein wenig nach, damit es was moderner und dynamischer klingt, sondern ein komplett neu eingespieltes Album mit zig Bonus Tracks, die bisher nur von Demos oder dubiosen Livetapes bekannt waren.
Mein erster Gedanke als ich "Still Hungry" anwarf war... Jungs, macht den Bass aus. Im Gegensatz zur Originalveröffentlichung hat diese Version hier mächtig Dampf auf den Muscheln und tritt Arsch.
Ungewöhnlich ist es jedoch, denn immerhin hat man sich ja 20 Jahre an die alten Varianten von Songs wie Stay Hungry, We're Not Gonna Take It oder Burn In Hell gewöhnt. Nach der zweiten Umdrehung des Silberlings macht das Album aber Spaß. So, und nicht anders, sollte die Platte damals klingen, was aber wohl aus verkaufstechnischen Gründen nicht möglich war, auch MTV wollte ohrenfreundlichen Heavy Metal, was wohl einer der Hauptgründe für die dünnen Produktionen fast aller Metal-Alben in den 80ern war.

Kritisieren brauch ich die einzelnen Songs hier nicht, alle sind Klassiker ihres Genres, und selbst die kommerzielleren Stücke kommen in der neuen Produktion entsprechend wuchtiger und härter rüber. Dee Snider ist stimmlich immer noch immer auf der Höhe, auch die Band weist, zumindest musikalisch, keine Alterungserscheinungen auf.
Was gibt's also Neues? Never Say Never (gleichen Ohrwurmcharakter wie We're Not Gonna Take It und Blasting Fast And Loud sind Aufnahmen der original Recording-Sessions von 1984, die es nicht auf das Album geschafft haben. Schade eigentlich... Eventuell wäre uns We're Not Gonna Take It dann erspart geblieben... Songtechnisch finde ich die Stücke weitaus besser.
Heroes Are Hard To Find ist vom 2000er "Strangeland" Soundtrack (der Splatter-Film in dem Dee Snider sein Schauspieldebüt gab und dessen Story auf dem Song Capt. Howdy basiert.)
Hinzu kommen noch vier neue Songs, die bisher nur live dageboten wurden: Come Back, netter Rocker mit treibenden Riffs, und erinnert fast schon an BLACK SABBATH in ihrer Dio-Phase. You Know I Cry ist ein typischer TS-Ohrwurm mit ausgedehntem Solo. Plastic Money und Rock'n'Roll Saviours sind Classic Twisted Sister, mit einem brillianten Dee Snider am Mikrophon.

Alles in allem nicht schlecht. Werft Euer altes "Stay Hungry" Album nicht weg, das neue könnte Euch nicht gefallen, gebt ihm aber ein paar Umdrehungen im CD-Player. Ich für meinen Teil behalte beide, werde aber sicherlich in Zukunft die neue Variante hören, im direkten Vergleich schneidet die alte Version soundtechnisch einfach zu schlecht ab.

So, Ihr Schwestern: Jetzt noch 'ne Neuaufnahme von "Under The Blade" (*dem* besten TWISTED SISTER Album ever!) und dann was richtig Neues, ja?

Jörg Litges, 10.11.2004

 

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