U.D.O.

Infected

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Udo
Infected, AFM Records, 2009
Udo DirkschneiderGesang
Stefan KaufmannGitarre
Igor GianolaGitarre
Fitty WienholdBass
Francesco JovinoSchlagzeug
Produziert von: Länge: 24 Min 16 Sek Medium: CD
01. Infected04. Planchet Soldat (Remix)
02. Systematic Madness05. Poezd Po Rossii (Live)
03. Bodyworld

Ich mag keine EPs – egal wie streng limitiert -, habe sie nie gemocht und werde mich wohl auch nicht mehr für diese Form der Musik-Darbietung erwärmen. Ich will ein vollwertiges Album und keine Hinhaltemaßnahme bis das nächste Studiowerk fertig ist. Dennoch kommen immer wieder Musiker (aber eigentlich vermute ich vielmehr die Plattenfirmen dahinter) auf die Idee, mit einer EP die Stimmung bis zum nächsten Album, das dann meist ein paar Wochen später erscheint, zu befeuern. Nun liegt mir eben eine solche EP von Udo Dirkschneider – kurz Udo – vor.

Udo ist immer noch DIE Stimme des deutschen Heavy Metal. So markant röhrt sonst niemand und dass seine Stimmbänder das alles immer noch durchhalten ist eigentlich schon einen eigenen Bericht und aller Ehren Wert. Er war die Stimme von ACCEPT und wird sie auch immer bleiben, egal welche Reunion gerade ansteht. Natürlich hat auch Udo Solo nicht immer an das überragende Niveau seiner ACCEPT-Zeit anknüpfen können, aber überwiegend war das Material schon als extrem stark zu bezeichnen.

Genau das gilt auch für die Songs auf “Infected“. Udo und Kumpanen hauen ein Pfund Stahl aus der Kategorie Edel heraus und machen wirklich Lust auf das nächste Album. Die Gitarren von Stefan Kaufmann und Igor Ganiola schneiden auch das dickeste Metal-Brett sauber in zwei Hälften. Darunter legen Fitty Wienhold (Bass) und Schlagwerker Francesco Jovino einen treibenden Rhythmus, bei dem man nicht still halten kann.

Die wirkliche Überraschung ist aber der Umstand, dass Systematic Madness und Bodyworld es nicht auf das im August erscheinende Album namens “Dominator“ geschafft haben. Wie bitte? Was für Stücke muss die deutsche Reibeisen-Stimme in der Hand haben, um solche Groove-Monster Außen vor zu lassen. Das sorgt wirklich für Spannung auf die nächste CD. Die beiden weiteren Stücke dieser EP richten sich wohl hauptsächlich an Udos Anhänger in Russland, denn sowohl der etwas dünne Remix von Planchet Soldat und die Akkordeon-dominiert Live-Nummer Poezd Po Rossii trägt Dirkschneider in fließendem Russisch vor. Auch die beiden Stücke sind unterhaltsam, aber mir ist es doch lieber ich kann den Refrain selber mitgröhlen.

Udo schafft es zwar nicht, mit dieser EP meine Vorbehalte gegen EPs als solche zu zerstreuen. Was ihm aber sehr wohl gelingt, ist mir Lust zu machen auf “Dominator“, das am 21. August erscheinen wird. Bis dahin sind alle Udo-Fans mit der “Infected“-EP hervorragend versorgt. Aber aufgepasst, es gibt davon nur 2222 Stück.

Marc Langels, 22.06.2009

 

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