Udo Klopke Band

The Pirate's Son

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.11.2015
Jahr: 2015
Stil: Singer-Songwriter, Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Udo Klopke Band
The Pirate's Son, Acoustic Delite, 2015
Udo KlopkeVocals, Electric & Acoustic Guitars
Ralf MetzBass
Jan WienstroerDrums, Percussion
Willem BeussKeyboards, Accordion
Produziert von: Udo Klopke Länge: 69 Min 23 Sek Medium: CD
01. Find Out On Your Own08. Higher Faster More
02. City by The Sea09. Shameless
03. Army Of Souls10. Analize Me
04. Long Distance Runner11. Disappear
05. The Pirate's Son12. Road To Happiness (Bonus Track)
06. Driving13. A Different Way (Bonus Track)
07. Clear day, Mountain View

Udo Klopke ist kein Freund leerer Versprechungen. Der Songschreiber, Gitarrist und Sänger aus Neuss kündigt sein neues Album mit folgenden Worten an: "Wichtig ist, dass "The Pirate's Son" meine musikalischen Einflüsse abbildet und die Energie und Spielfreude der Live-Band einfängt. Und, dass die Songs, auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig werden". Viel versprochen, alles gehalten?

Udo Klopke, seit 2008 mit seinem gut eingespielten Trio, bestehend aus Ralf Metz (Bass) und Jan Wienstroer (Drums), deutschlandweit unterwegs, spiegelt seine erstaunlich breit gefächerten musikalischen Interessen mit der reifen Gelassenheit eines erfahrenen Mittvierzigers wider. Neben gelegentlichen Kurzengagements bei Größen wie Seal und Marla Glen, verlegt sich der Mützenträger nun darauf, seine komplexen Kompositionen, die sich im Spannungsfeld zwischen fluffigem Pop, verschachteltem Rock, keltisch inspiriertem Folk, knisterndem Country-Rock, vorwärts preschender Fusion-Energie und leise eingestreuten Klassikelementen bewegt, überzeugend versiert und mit höchstem Anspruch zu servieren. Klopkes Live-Trio-Format wird auf "Pirate's Son" von einigen geschmackvollen Orgel und Akkordeon Klängen (Willem Beuss) bereichert.

Ein ambitioniertes Unterfangen, dass angesichts des reichhaltigen Erfahrungsschatzes aller beteiligten Musiker jedoch aufgeht und in vielen Momenten zündet, wenn auch, wie eingangs versprochen, mit lang brennender Lunte. Das spricht für eine lange Halbwertzeit der insgesamt elf Tracks (plus zweier Live-Bonustracks), die neben aller vokalistischen Vielfalt auch drei Instrumentalnummern vorhalten, auf denen Udo Klopke ungehemmt seine Klasse als Sologitarrist illustriert.

"The Pirate's Son" ist sicher nicht das Album, das sich blendend zum Nebenbeihören eignet, wohl auch nicht für bierselige Partys taugt, sondert vom Hörer immer wieder ein gerüttelt Maß an Aufmerksamkeit fordert, um all die kleinen rhythmischen und harmonischen Kniffe und Schlenker zu erkennen, zu begreifen, sie schließlich im Kontext dieser ausgebufften Kompositionen wertzuschätzen. Ein Album für Leute, die Musik wirklich mit Haut und Haaren wahrnehmen wollen. Schön auch, dass Drummer Jan Wienstroer (Sohn des Gitarristen Markus Wienstroer) und Bassmann Ralf Metz immer Gelegenheit bekommen, sich prächtig in Szene zu setzen.

Es soll nun allerdings niemand glauben die UDO KLOPKE BAND habe mit "The Pirate's Son" ein verkopftes, schwergewichtiges Ungetüm geboren. Nein, bei aller Ambitioniertheit und künstlerischer Zielstrebigkeit bewahrt sich das Trio stets genügend Lockerheit und Direktheit, um dem Hörer neben persönlich gefärbten Texten und aufwändig inszenierten Prachtstücken und wie Find Out On Your Own mit kurzweilig prickelnden Country-Twang Songs à la Long Distance Runner oder dem von STING inspirierten Folk-Schunkler The Pirate's Son zu gefallen.
Da hat Udo Klopke also tatsächlich nicht zu viel versprochen. Dieses Album gibt der Langeweile keine Chance. Absolut empfehlenswert.

Frank Ipach, 08.11.2015

 

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