Vain

On The Line

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.01.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Vain
On The Line, Locomotive Records, 2006
Davy Vain Lead Vocals
Jamie Scott Guitars
Ashley Mitchell Bass
Louie Senor Drums
Danny West Guitars
Produziert von: Vain Länge: 49 Min 53 Sek Medium: CD
1. Running On Empty6. Turn To Sand
2. So Free Now7. Lie For Love
3. Drag Me8. Cover Me
4. Last Sin9. Slave
5. On The Line10. Keep Shining On

Glaubt man den Leuten von der Deutschen Wortwarte, dann gibt es denn Begriff Sleaze Rock seit Juli 2005. Die hiervon betroffene Band VAIN treibt ihr sleaziges Unwesen schon seit über 15 Jahren.
Ich habe mit den ca. 4,6 Millionen Unterkategorien des Rock schon immer meine Probleme gehabt. Ob Sleaze, Hairmetal, Roots, Emo usw. Wichtig ist nur eins: Die Scheibe muss rocken.
Und mit ihrem neuen Album "On The Line" erfüllen VAIN dieses wichtige Rock-Qualitätsmerkmal fast hunderprozentig - Sleaze hin, Mainstream her.

Wer einen guten alten Jägerzaun sein Eigen nennt, sollte das Fenster beim Aufdrehen des Lautstärkereglers tunlichst schließen. Im schlimmsten Falle könnten dem guten Teil sonst nach dem Durchlauf von "On The Line" einige Latten fehlen.
Das Motto der 10 höchst unromantischen Tracks ist schnell umrissen: Dreckiger, kantiger und vor allem knackiger Rock'n Roll auf der Überholspur. Die Noten grooven immer schön geradeaus. Musikalische Hacken und Ösen sucht bzw. hört man vergebens. VAIN sind solide Handwerker und wollen auch nicht mehr sein. Ihr Glamrock alter Schule ist inzwischen auch ein gutes Stück erdiger und bodenständiger geworden. Das tut dem neuen Album gut.
Und auch solche relativ romantischen Nummern wie Last Sin oder Turn To Send verfügen über genug Rotzigkeit um jeden Chris de Burgh Fan in die Flucht zu schlagen.
Meine Favoriten sind der Eheberatungssong Lie for Me mit seinen brachialen Gitarrenbrettern, sowie die Mannesmann-Manager Hymne So Free Now , die wie ein kleiner Orkan durch das Wohnzimmer fegt.
Aber auch die übrigen sechs Rocker sind keineswegs zu verachten. Neben den fetzigen Saitenmeistern Jamie Scott und Danny West überzeugt jederzeit Dany Vain mit seinen prächtig anzuhörenden Kehlkopfschwingungen.

"On The Line" ist Rock der relativ harten und sehr eingängigen Art. Die Gitarren klingen trotz aller Schärfe immer sehr melodiös. VAIN pusten einem mit ihren flotten Nummern die letzten Wintertrübseligkeiten aus dem Hirn. Das macht Spaß von der ersten bis zur letzten Note, auch wenn man sich teilweise in die guten alten 80er Jahre zurückversetzt fühlt.

Joachim Domrath, 30.01.2006

 

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