Vainglory

Vainglory

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.04.2007
Jahr: 2007

Links:

Vainglory Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


Vainglory, MTM Music/SPV, 2007
Kate FrenchVocals
Corbin KingGuitars
J. M. YoungbloodGuitars
Chris BanjaBass
Dan LynchDrums
Produziert von: Vainglory Länge: 66 Min 12 Sek Medium: CD
1. Walking dead7. Decapitation attack
2. Burdened8. Act of god
3. The only way I know9. Vainglory
4. Face of death10. Endlessly
5. Midnight hellfire11. Blackened soul
6. Undying love12. My living hell

Kate French an den Stimmbändern. Da war doch mal was... Richtig, die Dame kennen wir doch noch als Nachfolgerin von Leather Leone bei CHASTAIN aus dem vorigen Jahrhundert.

Mit ihrer aktuellen Band VAINGLORY setzt die Brüllamazone auch ohne den hyperproduktiven Gitarrenhexer David T. Chastain die künstlerische Linie der gemeinsamen Band mit allen Stärken, Schwächen und bewundernswerter, je nach persönlicher Betrachtungsweise kann man auch sagen sturer, Konsequenz fort.

In der Praxis bedeutet dies harter, bisweilen brutaler US Metal auf technisch hohem Niveau, der keinerlei Kompromisse eingeht. Typisches Merkmal sind dabei neben Kate Frenchs herb-maskulinen Gesang die mit musikalischen Ideen geradezu gespickten Kompositionen und wie schon in der Vergangenheit bei CHASTAIN schießen VAINGLORY damit ein ums andere Mal weit über das Ziel hinaus.

Man gönnt dem Hörer keine Atempause und haut ihm lieber noch ein paar Extrariffs oder Rhythmusmuster um die Ohren. So wird ihm zwar ständig etwas geboten, das ihn fordert und aufhorchen lässt, aber diese Überfrachtung führt auch dazu, dass die Songs an sich zu sperrigen Klangmonumenten mutieren, die den Hörer geradezu erschlagen. Das ist irgendwo feiner Headbanger-Stoff, aber es sind auch mit erschreckend wenig Wiedererkennungswert ausgestattete Songs.

Griffige Refrains oder gar Hooks sind nicht nur Mangelware sondern totale Fehlanzeige. Die Band peitscht ihre oft die Fünfminutenmarke sprengenden Kreationen gnadenlos durch und am Ende nickt man zwar anerkennend mit dem Kopf, weil das soeben gehörte wirklich nicht von schlechten Eltern war, hat es aber genauso schnell vergessen, wie man zuvor seiner Faszination erlegen ist.

VAINGLORY fehlt die ordnende Hand. Jemand der beschwichtigend auf sie einwirkt und die Kompositionen entrümpelt, sie von egozentrischem Ballast befreit und in geordnetere Bahnen lenkt. Jemand, der ihnen klar macht, dass weniger manchmal mehr ist, ohne sie dabei ihrer typischen Charakteristika zu berauben. Keine leichte, aber eine unvermeidliche Aufgabe, denn sonst werden VAINGLORY das Schicksal von CHASTAIN teilen: Eine kleine verschworene Fangemeinde wird sie vergöttern, der Durchbruch zu breiteren Publikumsschichten wird ihnen aber dauerhaft versagt bleiben.

Martin Schneider, 03.04.2007

 

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