Vampyromorpha

Fiendish Tales Of Doom

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.09.2016
Jahr: 2016
Stil: Doom Metal

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Vampyromorpha
Fiendish Tales Of Doom, Trollzorn/Soulfood, 2ß16
Jim GrantVocals, Hammond
Nemes BlackGuitar, Bass, Drums
Produziert von: Nemes Black Länge: 39 Min 39 Sek Medium: CD
01. Deliver Us From The Good05. Bacchus
02. Häxanhammer06. Peine Forte Et Dure
03. Metuschelach Life CycleBonus Track:
04. Satan's Palace07. I Am So Afraid

Erst seit 2014 treiben Jim Grant und Nemes Black als Doom Metal Duo mit Namen VAMPYROMORPHA gemeinsam ihr musikalisches Unwesen. Aufgestiegen sind sie (angeblich) aus dem bis zu 11.000 Meter tiefen Marianengraben im Pazifischen Ozean. Die beiden stehen total auf trashige Horrorfilme und holen sich von dort auch Impulse und Inspirationen. Das vor kurzem über ein offizielles Label (Trollzorn) herausgegebene Album Nummer eins des Zweiergespanns trägt den treffenden Titel “Fiendish Tales Of Doom“ (es war bereits 2015 in Eigenregie mit sechs Stücken erschienen und hieß damals “Six Fiendish Tales Of Doom“), enthält eine Bonusnummer und wurde uns zur Rezension übergeben.

Schon beim Betrachten des Frontcovers (das Artwork stammt übrigens von der gebürtigen Britin Goatess Doomwych) wird einem bewusst, auf was man sich da beim Hören womöglich einlässt. Schließlich sahen so mitunter die Plakate für Horrorstreifen der zweiten Kategorie in den 1960er und 1970er Jahren, die aber trotzdem immer ihre Fans hatten, aus. Und es geht tatsächlich ums Gruseln und totalen Irrsinn. Wie passend, dass Grant und Black ihre Musik selber gerne Horror Doom Metal nennen.

Gleich der erste Hördurchlauf offenbart, dass die beiden Protagonisten immer für eine Überraschung gut sind. Was da so infektiös dem Kopfhörer in Richtung Ohren entfleucht, speist sich nämlich, wie eventuell erwartet, nicht bloß aus schleppendem, zähem Doom, sondern lässt außerdem Raum für Heavy Metal, Psychedelic und Rock. Die Tracks sind übersät mit Gitarrenriffs, melodisch, mächtig, massiv, haben ausgeprägte Grooves, viel hauptsächlich düstere Atmosphäre und erschrecken (oh Wunder), insgesamt gesehen, gar nicht mal so sehr. Der kraftvolle und kernige maskuline Gesang ist das eigentliche Schreckelement, weil er tatsächlich einer Erzählstimme in Horrorfilmen ähnelt.

Die sechs eigene Kompositionen umfassende Scheibe wird mit einem fremden Titel als Bonus beendet. Da setzen VAMPYROMORPHA ihrem Werk mit einer gelungenen, härteren Düsterversion des FLEETWOOD MAC-Klassikers I’m So Afraid (1975) die Krone auf.

“Fiendish Tales Of Doom“ vereint Spaß, Charme und Gänsehaut miteinander. Jim Grant und Nemes Black haben sich mit diesem Gemeinschaftsprojekt ein herrlich unorthodoxes und kurzweiliges Forum für ihre zwar grundsätzlich eigenständige, jedoch trotzdem von etlichen Vorbildern, die unterschiedliche Stilrichtungen repräsentieren, beeinflusste Klangkunst geschaffen.

Michael Koenig, 21.08.2016

 

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