Van Wilks

Texas Jukin'

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.07.2002
Jahr: 2002

Links:

Van Wilks Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Van Wilks
Texas Jukin', DixieFrog, 2002
Van Wilks Guitars, 12 String Guitar, Vocals
Chris Skiles Drums
Chris Maresh Bass
Johnny Powell Percussion
Mike Hynes Bass
Nick Travis Bass
Kyle Brock Bass
Steve Samuel Percussion
John Fish Keyboards
Ginger Dos Keyboards
Charlie Fountain Drums
Produziert von: Van Wilks Länge: 46 Min 51 Sek Medium: CD
1. Badly Mistaken (4:45)7. Texas Jukin' (2:58)
2. Stone Cold Day (4:46) [Van Wilks & Mike Morgan]8. Go Down Easy (4:34)
3. Cold Side Of Cool (4:41)9. Little Mona And The Scorpion (4:05)
4. Valley Of Fires (4:02) [John Fish & Van Wilks]10. Blues For Delphine (5:43)
5. Crazy Inside (4:36)11. Down Island Girl (3:29)
6. Holy Roller (3:09)Alle Songs Van Wilks, ausser wenn vermerkt

"Texas Jukin'" nennt Van Wilks seine, dürfte wohl die dritte sein, neue aktuelle CD.
Damit offenbart er, für den der's noch nicht weiß, auch seine musikalische Richtung und Herkunft. Größtenteils jedenfalls.

Trios sind ja eigentlich nicht so mein Fall, da ist mir zu oft ein Gitarrendudler am Werk der die anderen halt als Rhythmus braucht und sich ansonsten in Soli ergeht.
Zudem sind auf dieser CD vier (!) Instrumentalstücke. Auch nicht unbedingt meins...

Und trotzdem - die Scheibe gefällt mir. Ist abwechslungsreich, der Gesang ist schön im Mix eingebettet (70er Jahre mäßig) und keine überzogenen Soli...
Badly Mistaken ist ein Southern-Blues-Rock bester ZZ TOP - Machart. Auch die gern produzierten Obertöne verweisen auf Billy Gibbons (der ja, laut Van Wilks' Homepage, ein Fan von Herrn Wilks sein soll. Was bleibt ihm auch anderes übrig....).
Auch der Gesang ähnelt dem des Mr. Gibbons.

Bei Stone Cold Day stand ein weiterer Texas-Rocker Pate: Der Song hätte durchaus auch auf einem Stevie Ray Vaughan"-Album Platz gefunden. Klingt allerdings etwas "fetter", oder sollte ich sagen "dichter", als bei SRV. Na ja, liegt wohl an dem Unterschied Les Paul - Stratocaster.

Ein Swamp-Blues, der uns mehr Richtung Louisiana schiebt, ist Cold Side Of Cool. Schöne Slide Gitarre drin und würde auch mancher Southern Rock Kapelle nicht schlecht stehen.

Valley Of Fires startet sehr atmosphärisch mit Trommeln und Keyboard-Sounds. Hat 'n bisschen was von Santana. Bei diesem Instrumental ziehen jede Menge Bilder von weiten Steppen im Sonnenuntergang vor meinem geistigen Auge vorbei. Guter Soundtrack.
Macht natürlich auch viel die Stimme, aber Crazy Inside könnte auch eine etwas poppige ZZ Top Ballade sein. Okay, einen solchen Song kann man durchaus verschmerzen.

Ja, gut, der Titel lässt schon so was vermuten: Holy Roller geht recht heftig los und lässt auch wieder an "that little ol' band from Texas" denken. "Beerdrinkers & Hellraisers" sollte das gut gefallen.
Der Titel Texas Jukin' führt ziemlich in die Irre, denn es handelt sich viel mehr um ein Akustik-Instrumental das bestens auf Led Zepplin's drittes Album gepasst hätte. Je länger ich zuhör, desto mehr hör ich Robert Plant's Stimme (Hey, Hey, Mama,....).

Jetzt aber wieder zurück. Texas-Boogie-Rock ist bei Go Down Easy angesagt. Wer die Mundharmonika spielt, ist leider nicht erwähnt - aber sie spielt 'n gutes Solo.
Ich weiß, ich hab's jetzt schon ein paar mal erwähnt, aber die "drei Bärte" aus Texas fallen mir da immer zuerst ein. So auch bei Little Mona And The Scorpion, das fast schon an Hard Rock grenzt.

Zum Schluss bringt Van uns noch zwei Instrumental-Songs (ist ein Instrumental eigentlich ein Song? Darüber können wir uns ja ein andermal unterhalten..). Eigentlich wär' mir das ja zu viel, aber sie sind gut gemacht, nicht zu lang und lassen, erstaunlicherweise, auch sonst keine Langweile aufkommen. Wobei mir der akustische, Down Island Girl, besser gefällt.

Aus zuverlässigen Quellen weiß ich, dass Van Wilks in Frankreich weitaus bekannter (und auch beliebter) ist als hierzulande. Das wird sich mit dieser CD nicht großartig ändern, aber deswegen ist es trotzdem 'ne gute, unterhaltsame Scheibe.

Epi Schmidt, 15.07.2002

 

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