Vanderlinde

Southbound Train

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.10.2014
Jahr: 2014
Stil: Southbound Train

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Vanderlinde
Southbound Train, Snakebite Records, 2014
Arjen van der LindeVocals, Acoustic Guitar, Bass & Electric Guitar
Wietze KönigElectric Guitar
Peter ten WildeDrums
Bart SchwertmannBacking Vocals
Jan Henk de GrootMandolin
Liz WuPercussion
Dana KellerDobro & Perdal Steel
Rick NyeOrgan
Tollak OllerstadHarmonica
Manami WhiteViolin
Paul PattersonViola
Amy GillinghamCello
Sjoerd van den BroekBacking Vocals
Hans SligterBacking Vocals
Joss MennenBacking Vocals
Gary WintersTrumpet
Produziert von: Erwin Musper Länge: 50 Min 12 Sek Medium: CD
01. Katie Lee09. She Calls It Love
02. In Your World10. Song For Everyone
03. Oh America11. I Feel Me
04. Miss Molly12. When You Walk On By
05. Southbound Train13. Child Of Tomorrow
06. Don't Get Me Wrong14. And When It Happens
07. In One Day15. Across The Hall
08. It Will Hurt

Wieder einmal gibt es neuen Stoff von VANDERLINDE, das Projekt des Niederländers Arjen van der Linde, der in seinem Herzen eigentlich Amerikaner ist. Diesmal wurden aus 50 Songs für das Album “Southbound Train“ 15 Stücke ausgewählt, die eine große Bandbreite des musikalischen Erbes der Vereinigten Staaten abdecken könnten. Hier gibt es bluesgetränkten Roots Rock (In Your World), luftigen, mitunter auch etwas blumigen Americana-Sound (Katie Lee, Miss Molly), entspannte Westcoast-Klänge (Don’t Get Me Wrong, Across The Hall) und folkigen Singer-/Songwriter-Stoff (Southbound Train).

Die Songs haben in den besten Momenten die melodische Kraft, für schwelgerische Momente zu sorgen, zumal sie von hervorragenden Musikern umgesetzt wurden. Auch van der Linde hat eine durchaus angenehme Stimme, auch wenn sie etwas wenig Ecken und Kanten aufweist, was sich aber in den eher geschmeidigen, glatten Sound des Albums stimmig einfügt. Damit komme ich aber auch zu dem Problem, dass ich mit dieser Scheibe auf Dauer habe.

VANDERLINDE haben wieder mit dem renommierten Produzenten Erwin Musper (SCORPIONS, CHICAGO, DAVID BOWIE oder VAN HALEN) zusammengearbeitet und darin liegt vielleicht die Krux. Denn Musper ist nicht unbedingt ein Roots-Fachmann, sondern ein – sicherlich mit allen Wassern gewaschener – Producer für große, kommerziell erfolgreiche Acts. Er setzt hier auch auf Wohlklang und Emotionen, weshalb mir hier manches einfach zu glatt poliert, zu wenig kratzbürstig und widerspenstig erscheint, was meiner Meinung nach – zumindest auch- zu so einem ursprünglichen, traditionsbehafteten Genre wie Roots/Americana dazu gehört. So driftet hier manches gar ins Kitschige ab (Oh America), wirkt die eine oder andere Passage zu süßlich oder verwässert. Wer sich aber daran nicht stört, und ansonsten handwerklich perfekt dargebotene Americana auch mit deutlichem Pop-Appeal zu schätzen weiß, der liegt hier sicherlich richtig.

Ralf Stierlen, 22.10.2014

 

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