Vanessa Peters

Modern Age

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.04.2021
Jahr: 2021
Stil: Americana / Indie-Rock
Spiellänge: 39:43
Produzent: Rip Rowan

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Plattenfirma: Idol Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Holger Müller


s. weitere Künstler zum Review:

Aimee Mann

Suzanne Vega

Alanis Morissette

Titel
01. Modern Age
02. Make Up My Mind
03. Crazymaker
04. Valley Of Ashes
05. Hood Ornament
06. The Band Played On
 
07. Never Really Gone
08. The Weight Of This
09. Yes
10. The Try
11. Still Got Time
Musiker Instrument
Vanessa Peters Vocals, Guitars
Federico Ciancabilla Guitars
Mateo Patrone Keyboards
Andrea Colicchia Bass
Rip Rowan Drums, Keyboards
Joe Reyes Guitars

„Modern Age“? Selten führt ein Titel so in die Irre, wie der von Vanessa Peters neuem Album. Keine Laptop-Frickeleien, keine Drum-Loops, kein „spoken-word“-Song. Die texanische Songwriterin taucht auf ihrem neuen Werk vielmehr tief in die Rock’n-Roll-seligen Neunziger ein, als eine ganze Generation von Frauen sich aufmachte, mit Gitarren, einer eigenen Band und guten, klassischen Songs den Herren der Schöpfung zu zeigen, wo es langgeht. „Modern Age“ ist beseelt vom Geist dieser Zeit, von Drei-Minuten-Stücken, in denen Peters mit klarer Stimme darüber singt, wie sie sich den Platz zwischen den Männern erkämpft (Hood Ornament), wie sie immer weitermacht (The Band Played On) und trotz aller Frustration irgendwie sie selbst bleibt (Never Really Gone).

Und weil ihr Partner und Mitstreiter Rip Rowan dem Ganzen eine ebenso klare wie schnörkellose Produktion verpasst hat, reihen sich die Songs von „Modern Age“ direkt neben die Großtaten einer Aimee Mann ein, mit der Vanessa Peters nicht nur eine frappierende stimmliche Ähnlichkeit hat, sondern auch die Lust teilt, kleine Widerhaken in die Melodien einzubauen. In den softeren Momenten des Albums schaut Suzanne Vega um die Ecke, in den rockigeren Alanis Morissette. Und eröffnet wird das Ganze im Titelsong gleich mit einem krachigen Gitarrenriff aus der Meredith Brooks-Schule.

So wird aus einem Album, das wegen Corona-Reisebeschränkungen in Peters zweiter Heimat Italien mit italienischen Musikern entstand, eine Lektion in Sachen Musikhistorie. Es sind Lieder, für die es keine Software braucht, sondern eine Gitarre, einen Verstärker und die richtigen Akkorde. Das darf dann auch mal etwas verwunschen swingen (Valley Of Ashes) oder einen Gang herunterschalten (The Weight Of This). Am Ende bleibt bei diesem ausführlichen Blick zurück die schöne Erkenntnis „You Still Got Time“. Und man sieht vor sich, wie Vanessa Peters mit ihrer Akustik-Gitarre auf der Bühne eines gut gefüllten Clubs steht und sich die Seele aus dem Leib singt, während hinter ihr Rip Rowan mit einem kräftigen Beat die Band zusammenhält. Höchste Zeit, das bald wieder live zu erleben…   

 

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