Various Artists

121212 The Concert For Sandy Relief

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.01.2013
Jahr: 2013
Stil: Benefiz-Konzert

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Various Artists
121212 The Concert For Sandy Relief, Sony Music, 2013
Various Artists
Produziert von: Jim Dolan, John Sykes, Harvey Weinstein Länge: 127 Min 49 Sek Medium: CD
Disc 1:
BRUCE SPRINGSTEEN & THE E STREET BAND:BON JOVI:
01. Land Of Hope And Dreams07. It's My Life
02. Wrecking Ball08. Wanted Dead Or Alive
ROGER WATERS:ERIC CLAPTON:
03. Another Brick In The Atlantic Wall Part I, II & III09. Got To Be Better In A Little While
04. Us And Them10. Crossroads
05. Comfortably Numb (feat. Eddie Vedder)THE ROLLING STONES:
ADAM SANDLER AND PAUL SHAFFER:11. You Got Me Rocking
06. Hallelujah (Sandy Relief Version)12. Jumpin' Jack Flash
Disc 2:
ALICIA KEYS:07. You May Be Right
01. No OneCHRIS MARTIN:
THE WHO:08. Viva La Vida
02. Who Are You09. Losing My Religion (feat. Michael Stipe)
03. Baba O'Riley10. Us Against The World
04. Love, Reign O'er MePAUL McCARTNEY:
BILLY JOEL:11. Helter Skelter
05. Miami 2017 (Seen The Lights Go Out On BroadwayALICIA KEYS:
06. Movin' Out (Anthony's Song)12. Empire State Of Mind (Part II)

Und wenn es Hart auf Hart geht, dann besinnt man sich doch wieder auf die einstigen Helden, die Superstars, die Superhelden, hofft, sie mögen einem beistehen, das Böse besiegen, es ungeschehen machen, oder zumindest den Weg aus der Misere weisen. Dann werden sie gerufen: Captain America (= JON BON JOVI), die Fantastischen Vier (= THE BEATLES, heute nur noch durch Sir Paul McCartney vertreten), Doctor Strange (= Roger Waters), Batman (=Billy Joel) und natürlich Superman (=Bruce Springsteen). So ungefähr kann man sich das vorstellen.
Der Anlass ist natürlich - und wie meist, bei Benefiz-Veranstaltungen - kein fröhlicher und die Verwüstungen die im letzten Oktober durch den Hurrikan Sandy in Nordamerika geschahen und ganz besonders die über 250 Menschen, die ums Leben kamen, gehören leider zu den betrüblichsten Ereignissen im Jahre 2012. Nichts lässt die Amerikaner enger zusammenrücken als eine Katastrophe in ihrem Land und scharten sich alsbald etliche Künstler zusammen, um mit einem Konzert Spenden zu sammeln und Trost zu spenden.
Was sich da am 12.12.2012 im New Yorker Madison Square Garden auf die Bühne drängte, ist tatsächlich schon eine Versammlung der absoluten Superhelden dieser und vergangener Tage. Da hat man wirklich - zumindest was den Rock- und Pop-Bereich angeht - herbeigekarrt, was möglich war.
Und natürlich darf der Tonträger zum Event nicht fehlen, der kaum einen Monat später schon erhältlich ist.

Die Ostküste ist naturgemäß besonders stark vertreten, wenn es um New Yorker Veranstaltungen geht und natürlich war die Gegend von New Jersey besonders vom Wirbelsturm betroffen. Da macht es Sinn, wenn Bruce Springsteen diesen Reigen - zumindest auf CD - eröffnet. Der Boss bringt seine beiden Songs in gewohnter Klasse und einem reifen Engagement, welches ihn über die Jahre hinweg auszeichnete. Spätestens am Ende von Land Of Hope And Dreams, wenn er People Get Ready zitiert, kann man sich eines kleinen Schauers kaum erwehren. Wrecking Ball hat anschließend den nötigen Drive, um es nicht zu beschaulich werden zu lassen. Der Übergang ist allerdings vom Produzenten ziemlich stümperhaft getätigt.
Gleich danach Roger Waters und seine PINK FLOYD-Songs nehmen - für mich - etwas den Wind aus den Segeln, aber den Fans gefallen die Versionen von Another Brick In the Wall und Comfortably Numb hörbar. Mehr Schwung bringt da schon der Schauspieler Adam Sandler mit seiner Hallelujah (Sandy Relief) Version. Da spürt man die Erfahrenheit, des Entertainers, der das Publikum mit seinen Texten zu Beifallsstürmen hinreißt.
Das tut natürlich auch BON JOVI, aber ich hatte mir was anderes als It's My Life und das überstrapazierte Wanted gewünscht. Der "Wanted"-Antwortchor aus dem Publikum ist natürlich gewaltig und Samboras Solo rettet mir die Performance dann doch noch einigermaßen. Wie gesagt, das Superstar-Aufkommen ist gewaltig und schon schließt sich Eric_Clapton an. Auch der mit gewohnt solider Klasse, leicht funky in Got To Get Better In A Little While (ja, man weiß, was man den Besuchern schuldig ist) und natürlich gibt’s mit Crossroads auch ein ganz altes Zuckerl. Das ist routiniert, mir aber doch etwas zu angestaubt.
Ein bisher äußerst seltener Fall, dass die STONES auf solchen Events und den zugehörigen Samplern vertreten sind, aber da geht's halt auch dem Ende zu. Wie gehabt, schrubben sie sich roh durch ihre beiden Songs und Jaggers dünner werdende Stimme hält noch leidlich durch. Darf man halt nicht mit früheren Leistungen vergleichen.

Alicia Keys stammt aus New York, was ihr gleich zu Beginn gehörigen Beifall einbringt. Zudem senkt sie den Altersdurchschnitt um Einiges. No One ist mir dann doch zu viel Piano-Geplänkel mit reichlich Pathos durchzogen. Da sind mir die alten Herren von THE WHO doch lieber. Auch für Townshend und Daltrey war New York immer eine Hochburg. Natürlich quält sich auch hier ein Lead-Sänger an die einstmals kreierten Töne heran, aber wenn es in erträglicher Höhe bleibt, hat Daltrey immer noch ganz schön Druck in der Stimme. Townshend und der Rest agieren mit umso größerer Vehemenz. Love, Reign O'er Me ist geeignet, einem eine weitere Gänsehaut zu bescheren, zumal Daltrey hier eine tolle Leistung zeigt.
"Billy Joel ist als "Hometown Hero" natürlich auch mit von der Partie und trotz teilweise ganz schön angerauter Stimme - die Finger tun's offensichtlich noch - ist das natürlich ein Heimspiel, welches vom Publikum mitgetragen wird, von Begeisterungsschreien durchsetzt, und hymnisch zelebriert. Miami 2017 scheint mir direkt mit neuem Drive ausgestattet, so wie es hier abgeht. Gefällt mir gut!
Auch You May Be Right rockt gut und für mich gehört Billy hier zu den unvermuteten Gewinnern.
COLDPLAYs Chris Martin fährt die Begeisterung, nur Akustisch antretend, zunächst etwas runter, aber spätestens als Michael Stipe zu Losing My Religion an seine Seite tritt, ist Zeit für ein weiteres, kleines, Sternchen.
So eine Veranstaltung kann man wohl nur mit den BEATLES, bzw. einem derer Köpfe krönen. Auch Paule ist nicht mehr auf seinem Zenit, aber die Version von Helter Skelter kann sich trotzdem noch sehen und hören lassen.
Ich hätte das Album damit beschlossen, aber Alicia Keys wollte wohl doch nochmal mit Band antreten und das pathetische Empire State Of Mind (Part II) zelebrieren. Na ja, wenn's sein muss.
Über zwei Stunden mit dem Besten, was Rock und Pop zu bieten haben, sind hier zu hören. Zwar nicht mehr in der jeweilig besten Verfassung aber man tut ja auch was Gutes, mit dem Kauf, weil der Erlös den Geschädigten voll zu Gute kommen soll. Da kann man sich schon mal als kleiner Robin Hood fühlen.

Epi Schmidt, 19.01.2013

 

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