Various Artists

A Night At The Family Dog

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 13.06.2012
Jahr: 2012
Stil: Psychedelic Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Various Artists
A Night At The Family Dog, Eagle Vision, 2012
Produziert von: Toby Gleason Länge: 59 Min 00 Sek Medium: DVD
Santana:Jefferson Airplane:
01. Incident At Neshabur06. The Ballad Of You And Me And Pooneil
02. Soul Sacrifice07. Eskimo Blue Day
Grateful Dead:Super-Jam:
03. Hard To Handlefeat. Carlos Santana, Jorma Kaukonen, Jerry Garcia, Jack Casady, Paul Kantner etc.
04. China Cat Sunflower
05. I Know You Rider

Der Initiator dieses Konzertfilms, Ralph J. Gleason, war in den USA eine große Nummer. Einst nach dem Studium als Jazz-Kritiker gestartet, gründete er 1967 mit Jann Wenner das berühmte Rolling Stone Magazine und produzierte zwischen 1961 und '68 für den TV-Sender National Educational Television die Reihe "Jazz Casual".

In der Fachwelt allseits geschätzt, drehte Gleason 1970 auch zwei Dokumentarfilme über San Franciscos blühende Psychedelia- bzw. Musikszene, die mit Gruppen wie GRATEFUL DEAD, SANTANA und JEFFERSON AIRPLANE den brodelnden und erfindungsreichen Mikrokosmos San Francisco widerspiegelt.

Seit seiner ursprünglichen TV-Ausstrahlung sind immerhin mehr als 40 Jahre vergangen, doch die gelisteten Bands, die hautnah im Family Dog-Club live on stage beobachtet wurden, machen auch auf dem Re-Issue der bereits 2007 schon einmal veröffentlichten DVD eine gute Figur. Vor einem sichtlich bekifften und ekstatischen Publikum, das sich dem seligen Ausdrucktanz hingibt, schmeißen sich SANTANA mit Incident at Neshabur und dem Woodstock erprobten Soul Sacrifice voll ins Zeug. In der guten alten Urbesetzung mit Gregg Rolie, Michael Shrieve, David Brown, den irren Perkussionisten, zeigen Carlos Santana und seine Mannen große Leidenschaft und Enthusiasmus und der blutjunge Drummer Michael Shrieve ein aberwitziges Schlagzeug-Solo. Und dies alles bei klarem und transparentem Sound.

GRATEFUL DEAD wirken da schon wesentlich abgeklärter, wenn auch rein musikalisch nicht schlechter als Carlos' Combo, doch die DEAD waren immer die eine Spur gelassener als andere Bands. Otis Reddings funky Hard to handle-Version kommt allerdings schon recht überraschend.

JEFFERSON AIRPLANE, die Großmeister des Psychedelic-Rock, scheinen bei diesem Gig jedoch ein wenig aus der Spur geraten. Rein musikalisch können sie schon deshalb nicht antörnen, weil weder die Instrumente ordentlich aufeinander abgestimmt sind, noch der Gesang in irgendeiner Form stimmig erscheint. Fahrlässig. Unerquicklich.

Die sogenannte Super-Jam am Ende des Films gerät ebenso zur Enttäuschung, weil die beteiligten Musiker der vorgenannten Bands ohne Maß und Ziel drauf los jammen, völlig unkoordiniert die Bälle ins Spiel werfen und ständig Gefahr laufen zu stolpern. Der mäßige Sound nervt zudem.
Fazit: SANTANA, wirklich prima, GRATEFUL DEAD, gut, JEFFERSON AIRPLANE, lauwarm, die Jam-Session, zugedröhntes Tollen auf der Spielwiese.

Frank Ipach, 07.06.2012

 

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