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A Tribute To Frankie Miller

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.08.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


A Tribute To Frankie Miller, Eagle Records, 2003
Medium: 3 CD-Box
CD 1:
1. Robert Carlyle, Ian Robertson & Kevin McKidd - Bridgeton 10. Rico - Devil's Gun
2. Fish - Caledonia 11. Nazareth - Danger, Danger
3. Edwyn Collins - After All I Live My Life 12. Brian Robertson feat. Rob Lamothe - Ain't Got No Money
4. Tippi - Lonely Café 13. Pat Kane with Button Up - I Can't Change It
5. Ray Wilson - Good Time Love 14. Jackie Leven (with Michael Weston King) - Gladly Go Blind
6. Rab Noakes & Fraser Speirs - Let The Candlelight Shine 15. Horse - Nothing But The Wind
7. Michael Marra & Ringer - Candlelight Sonata In F Major 16. Maggie Bell - Jealousy
8. Clare Grogan - Angels With Dirty Faces 17. Billy Connolly - The Rock
9. The Proclaimers - Doodle Song 18. Hamish Stuart with Jim Mullen - There Will Always Be A New Tomorrow
CD 2:
1. Cosmic Rough Riders feat. Joe Walsh - When I'm Away From You 10. Alan Mair - To Dream The Dream
2. Lulu - It's As Good As Gone 11. Rod Stewart - You're The Star
3. John Martyn - Baby Come Home 12. Dave Lennox - Baton Rouge
4. The Sensational Alex Harvey Band feat. Dean Ford - Dancing In The Dark 13. Graham Lyle & The Splendidos - Beautiful Woman
5. Mary Kiani - After All I Live My Life 14. BMX Bandits - Mailbox
6. Andy Fraser - Standing At Your Window 15. Miller Anderson - In My Own Crazy Way
7. McCluskey Brothers - Where Do The Guilty Go 16. Nimmo Brothers - I Know Why The Sun Don't Shine
8. Bonnie Tyler & Frankie Miller - Tears 17. The Blue Shoes feat. Jim Diamond & Snake - True Love
9. Radio Sweetheart - Falling In Love With You 18. Billy Rankin & Martin Jarvis - Drunken Nights In the City
CD 3:
1. Stonewhisper - Free And Safe On the Road 9. Big Hand - As Good As Gone
2. Quinn - All My Love 10. Darwin - You're The Star
3. Manganese - Trouble 11. Oldsolar - Gladly Go Blind
4. Independance - Money Talks 12. Lights Out By Nine - The Heartbreak
5. The Steve Agnew Band - I'll Never Be That Young Again 13. Danoosha - Where Do You Go
6. Fraser Anderson - Ghost 14. Radiotones - One More Heartbreak
7. Transaudio - Danger, Danger 15. The Stunts - Down At The Honkytonk
8. Roost - Stumbled Into Heaven

Über Frankie Miller muss man ja nicht mehr übermäßig viel "Whiskey nach Schottland" tragen. Dass er einer der besten Rock/Blues/Soul-Sänger und Interpreten war, dürfte ausreichend bekannt sein.
Unzweifelhaft eine Tragödie, als er vor jetzt 9 Jahren, August 1994, eine Gehirnblutung erlitt und in ein Koma fiel. Sein Überleben grenzt schon fast an ein Wunder.
2002 fand sich eine ganze Riege Musiker ein, um das längst fällige Tribute-Album einzuspielen, welches dann im April 2003 als 3 CD-Box auch erschien.

Meinen hohen Erwartungen wird es allerdings nicht ganz gerecht. Wenn man schon ein Tribut-Album macht, sollte es, meiner Ansicht nach, zwar keine stupide "Nachspielerei" sein, aber es sollte doch auch den Leuten gefallen, die die Musik Frankie Miller's lieben. Dazu sind mir viele Tracks einfach zu melancholisch, auch wenn dieses Element auf Frankie's Platten immer vorhanden war, gab es doch auch immer genügend Fun.

FISH klingt wie gewohnt bei Caledonia, oder sogar noch mehr nach seiner MARILLION-Vergangenheit. Ray Wilson, zweifellos ein hervorragender Sänger, doch zu einschläfernd bei Good Time Love.
Wäre es nicht von so vielen lahmen Interpretationen eingebettet, könnte man sich an dem folkigen, mit Mundharmonika gespielten, Let The Candlelight Shine von Rab Noakes & Fraser Speirs mehr erfreuen. Etwas mehr Laune kommt bei Candellight Sonata In F Major gespielt von Michael Marra & Ringer auf, aber das erste Highlight kommt von den PROCLAIMERS und zwar der Doodle Song. Da geht's endlich mal mit Schwung zur Sache und die effektive Slide Gitarre passt sehr gut in diesen Song.

Nicht mein Ding, aber immerhin etwas Ausgefallenes ist die Hip-Hop Version von Devil's Gun die Rico hier einbringt - Rough Stuff.
Von der Danger, Danger-Version von NAZARETH hatte ich mir etwas mehr versprochen, auch wenn Dan McCafferty immer noch nahezu wie früher klingt. Die Gitarren sind mir im Mix einfach viel zu weit hinten.
Ain't Got No Money ist natürlich nicht kaputt zu kriegen und Brian Robertson spielt den Song auch recht gut. Aber wie bei den meisten Songs auf diesen CDs fällt einfach massiv auf, was der gute Frankie Miller mit seiner Stimme aus diesen Songs rausholen konnte. Die meisten können da einfach nichts dagegen setzen: It's the singer not the song!

Die nächsten Songs nerven teilweise ganz schön. Der jammernde Gesang von Jackie Leven bei Gladly Go Blind, Maggie Bell (von der hatte ich auch mehr erhofft) wie eine Mischung aus HEART und Bonnie Tyler bei Jealousy und das einschläfernde Pop-Soul-Gemisch Hamish Stuart's bei There Will Always Be A New Tomorrow.
Zwischendurch lässt wenigstens Brian Conolly mit einen Country-Folk-rockigen The Rock noch mal aufhorchen. Außerdem klingt er, als wenn er diesen Song schon in diversen Pubs mit Frankie Miller gegrölt hätte - was er wahrscheinlich auch gemacht hat.

CD 2 beginnt mit einem zunächst recht sanftem When I'm Away From You, das sich zwar dann etwas aufschaukelt, aber den SMOKIE-Status allerdings nicht verlässt. Dass die COSMIC ROUGH RIDERS hier von Joe Walsh verstärkt werden merkt man auch kaum.
Nächster Stop ist Dancing In The Rain hier von der SENSATIONAL ALEX HARVEY BAND gespielt. Irgendwo zwischen Boogie, 70's Dance-R&B und Rock schaffen sie eine tolle Atmosphäre und eines der besten Cover's auf diesem Album. Irgendwie erinnert es mich etwas an Twilight Zone von Golden Earring.

Von Andy Fraser (ex-FREE!) hab ich mehr erwartet, als diesen Drumloop-Pop-Reggae in Standing At Your Window. Da hätt' man auch Robert Palmer bemühen können...
Dann lieber die McCLUSKEY Brothers mit Where Do The Guilty Go. Country-Folk, mit Banjo, und eine verzerrte E-Gitarre sorgt für den nötigen "Dreck" - kann man lassen.

Ich nehm' mal an, das Tears von Bonnie Tyler und Frankie Miller (himself) irgendwann früher aufgenommen wurde. Produziert von Jim Steinman kann es natürlich nicht anders klingen als eine Meat Loaf-Ballade. Naja...
Das von Rod Stewart ebenfalls nur eine Ballade zur kriegen war hab ich ja schon befürchtet. Ein weiteres Waltzing Mathilda. Hätte er Darlin' gecovert, das wär wenigstens lustig gewesen.

Den Rest kann man ziemlich vergessen, denn das treibt ohne viel Charisma in Pop-Pfützen herum.
Mit dem Sweet Home Alabama-Anfang von Mailbox lassen die BMX BANDITS kurz aufhorchen, aber wer so gelangweilt singt, kann nicht viel Aufmerksamkeit erwarten.
I Know Why The Sun Don't Shine als Akustik-Blues (mit E-Gitarren-Soli) und recht intensiv vorgetragen hebt sich wieder etwas heraus. Die NIMMO BROTHERS sind hier zugange.
Billy Rankin (der war doch auch mal bei NAZARETH?) bildet mit einem ganz unterhaltsamen Drunken Nights In the City, in das immer mal ein paar E-Gitarren reinstolpern, den Abschluss des "offiziellen Teils".

Da sag ich Euch auch gleich mal was das Problem ist: Die meisten agieren, als wenn es hier um einen Nachruf ginge. Natürlich ist es auch so was ähnliches, aber erstens ist der Frankie nicht tot und zweitens müsste man auch dann nicht wie auf einem Begräbnis hantieren.

Auf CD 3 sind dann "the best of Scotland's unsigned acts" versammelt. Mal sehen wie viel Arsch die in der Hose haben:
Immerhin klingt's schon mal nicht so "überproduziert". Ein I Shot The Sheriff-Intro für das Reggae belastete, gerappte, mit teilweise Heavy-Gitarren gespielte Free And Safe On The Road von STONEWHISPER.
Ganz nett, der Irish-Folk, unterstützt durch eine "singende" E-Gitarre von INDEPENDANCE in Money Talks.
In meinen Ohren zwar ein furchtbarer Lärm den TRANSAUDIO bei Danger, Danger zelebrieren, aber immerhin nicht so ein lahmes Zeug wie von einem Großteil der anderen (Wenn jetzt noch ein Lied mit so einem verschlafenen Intro kommt wie ROOST, schmeiß ich die CD raus. Langsam nervt's echt!).
Da muss jetzt natürlich eine Ska-Interpretation von As Good As Gone durch BIG HAND kommen. Hätt ich nur mein Maul gehalten...

Kurz vor Schluss wird man Frankie Miller mit Where Do You Go von DANOOSHA wenigstens noch ein mal gerecht. Cooler Blues-Boogie, gute Sängerin, feine Blues-Gitarre, ach - es macht richtig Spaß! Da wollten wohl die RADIOTONES nicht zurückstehen und bringen einen treibenden Shuffle in One More Heartbreak. Auch dieser Song mit reichlich Blues-Elementen versehen.
Zum Abschluss lassen es THE STUNTS mit einer Punk-Version von Down At The Honkytonk noch mal g'scheit krachen.

Insgesamt finde ich dieses Album etwas enttäuschend. Mit etwas "reinhören" und gutem Willen kann man sich wohl eine CD davon zusammen- (oh, das böse Wort) kopieren, aber ansonsten empfehle ich, sich ans Original zu halten. Die Alben gibt's mittlerweile nahezu alle remastered (klingen wirklich gut!) und mit Bonus-Tracks versehen relativ günstig zu erwerben.

Epi Schmidt, 20.08.2003

 

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