Veagaz

New Suburban White Trash Soul Music

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.09.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


New Suburban White Trash Soul Music, Schallplattenmanufaktur Hameln, 2007
Tom Schindler Vocals & Bass
Jörg Stiller Guitar & Vocals
Sven Hesse Drums
Gast:
Tommy Favorite Drums (on Funeral Sunrise)
Produziert von: Veagaz Länge: 46 Min 39 Sek Medium: CD
1. Black Poison7. Lay Some Water Down
2. Deep In The Middle Of Nowhere8. Eversince
3. Lord I Cannot Hear You Singing9. Black Coffin
4. Space Girl10. Nobody Knows This Is Nowhere
5. Funeral Sunrise11. My Crusade
6. Chrome Gone12. Life Is Just A Long Time Ti Get Weary

Also, zunächst einmal ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen, als "New Suburban White Trash Soul Music" bei mir im Briefkasten (und dann kurze Zeit später im Player) lag. Endlich wieder ein greifbares, silbernes Lebenszeichen von VEAGAZ, den sympathischen Dunkelromantikern aus Hameln, die so ein sicheres Händchen für Melodien und Atmosphäre am Rande des Highway haben. Vier Jahre sind nach dem Erstling "Gold" und zwischendurch fürchtete ich schon um den Fortbestand der Band.

Aber hier sind sie nun wieder, mit alter Klasse und neuer Stärke, die vor allem im verbesserten, da transparenteren Klang der Scheibe liegt und dem Mut, auch einmal ein etwas ausufernderes Stück (My Crusade einzufügen, das prompt zu den Höhepunkten zählt. Der Grundton ist weiterhin relaxt bis düster-melancholisch (Life Is Just A Long Time To Get Weary zum Beispiel ist eine formidable Ballade, die Tom Waits in einem Jim-Jarmusch-Film nicht besser interpretieren könnte), die Scheibe ist wieder Soundtrack zu einem Roadmovie, wobei Black Poison erst einmal munter aufs Tempo drückt. Etliche Gänge runter schaltet dann Deep In The Middle Of Nowhere mit sinistrem, aber dennoch elegantem Groove. Tom Schindlers Stimme wirkt noch variabler und gereifter und ergänzt die edlen, dunklen Sounds aufs Vortrefflichste. Auch Space Girl ist ein melancholisches Kleinod, ein funkelnder Songdiamant, der nicht zu stark geschliffen wurde, um zu glatt ins Ohr (und wieder hinaus) zu rutschen, sondern sich kleine Ecken und Kanten bewahrt hat.

Funeral Sunrise fällt mir seiner rauen Aufgekratzheit etwas aus dem Rahmen und lockert gerade deshalb das Gesamtbild auf - live bestimmt auch ein guter Adrenalinschub. Den Anschluß bildet Chrome Gone, das im Wüstenstaub regelrecht goldglänzend funkelt. Schon etwas länger im Programm der Band ist das wundervolle Lay Some Water Down, das in Aufbau und Ausstrahlung an die leider verblichenen 16 HORSEPOWER erinnert. Nach dem umtriebigen Eversince gibt es mit Black Coffin und Nobody Knows This Is Nowhere wieder zartbitteren Düsterstoff vom Feinsten. Eine rundum gelungene Scheibe (nicht nur) für die Zeit nach Mitternacht und für alle Freunde von Nick Cave, MADRUGADA, den schon genannten 16 HORSEPOWER oder THE GUN CLUB. Wie schön, dass sie wieder da sind, die Jungs von VEAGAZ.

Ralf Stierlen, 19.09.2007

 

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