Vendetta

Brain Damage

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.01.2008
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Brain damage, Metal Axe Records, 1988/2007
DaxxGuitar, Vocals
MickyGuitar, Vocals
HeinerBass
SamsonDrums
Produziert von: Vendetta & Harris Johns Länge: 41 Min 54 Sek Medium: CD
1. War6. Love song
2. Brain damage7. Fade to insanity
3. Conversation8. Dominance of violence
4. Precious existance9. Metal law
5. Never die10. War (live)

1988 war das große Jahr von VENDETTA, erschienen doch innerhalb weniger Monate ihre beiden einzigen Alben "Go and live. stay and die" und vorliegendes "Brain damage". Man thrashte sich gemeinsam mit TANKARD und HELSTAR durch die Konzerthallen und Clubs der Nation und so kometenhaft wie die Schweinfurter aufgestiegen waren, so schnell sank danach ihr Stern. Böse Zungen würden sagen, sie tanzten nur einen Sommer.

Dennoch: Der Name VENDETTA hat bis heute einen guten Klang in der deutschen Underground Metal-Szene und wenn man sich die remastered Neuauflagen ihrer Alben zu Gemüte führt wird schnell klar warum. Die Jungs waren einfach gut.

VENDETTA kann man nicht einfach als gewöhnliche Thrash-Band abtun. Dazu war ihr Songwriting zu komplex und zu originell, vor allem im direkten Vergleich mit der damals wie heute Maßstäbe setzenden Thrash-Dreifaltigkeit DESTRUCTION, KREATOR und SODOM.

"Brain damage" erinnert über weite Strecken an das ein Jahr später veröffentlichte und heute zu den Meilensteinen des Speed- und Thrash-Metals zählende ANNIHILATOR-Debüt "Alice in hell", und auch wenn VENDETTA keinen ultimativen Klassiker wie Alyson hell anbieten können, so müssen sie sich im Großen und Ganzen nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken.

Woran es letztendlich hakte, dass es damals nicht zum großen Durchbruch reichte? Vielleicht, weil den VENDETTA-Jungs die letzte Risikobereitschaft fehlte konsequent auf die Karte Musik zu setzen. Vielleicht zermürbte aber auch an die permanenten Kritik am Gesang von Daxx und Micky, der allerdings für mein Dafürhalten weitaus besser ist, als er von vielen Zeitgenossen damals eingeschätzt wurde. Vielleicht kam das eine oder andere Break für das gemeine Publikum einfach auch ein, zwei Jährchen zu früh.

Eins ist klar: Wirklich groß durchstarten werden VENDETTA jetzt auch nicht mehr. Trotzdem, die Neuauflagen ihrer beiden Alben bieten eine gute Gelegenheit die Schweinfurter für sich wiederzuentdecken. In einer gutsortierten Speed- und Thrash-CD-Sammlung machen sich eine oder gar zwei VENDETTA-Scheiben immer noch ganz gut.

Martin Schneider, 30.01.2008

 

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