Venom

The Seven Gates Of Hell

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.04.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Venom
The Seven Gates Of Hell - Singles 1980-1985, Neat Records, 2002
MantasGuitars
AbbadonDrums
Länge: 69 Min 46 Sek Medium: CD
1. In league with Satan10. Seven gates of hell
2. Live like an angel, die like an devil11. Manitou (12" Version)
3. Blood lust12. Dead of the night
4. In nomine Satanas13. Woman
5. Die hard (12" Version)14. Nightmare (12" Version)
6. Acid queen15. Satanachist
7. Bursting out16. F.O.A.D.
8. Warhead (12" Version)17. Witching hour (live)
9. Lady lust18. Teacher's pet/Poison/Teacher's pet (live)

An VENOM schieden sich schon seit jeher die Geister. Kult oder Kack - zwischen diesen Extremen gab es kaum eine gemäßigte Position und ich muss zugeben, dass ich beide Seiten verstehen kann.

Als VENOM die britische Heavy Metal-Szene in ihren Grundfesten erschütterten, waren die drei Jungs aus Newcastle sicher nicht mehr als eine technisch minder talentierte und dadurch in ihren Ausdrucksmöglichkeiten sehr limitierte Band.

Für die Ziele der Band reichte das aber vollkommen. Man wollte ohnehin nur Krach machen und die Grenzen extremer Musik neu definieren. Das gelang damals zweifellos.

Dazu kann man der Band einfach eine gewisse Cleverness nicht absprechen. Musikalische Defizite wurden durch ein okkultes Image mit einer gesunden Portion Selbstironie und gigantische Live-Shows wett gemacht, bei denen die Band, etwas übertrieben ausgedrückt, an einem Abend fast genauso viele Pyros abfackelte wie KISS zu besten Zeiten auf einer ganzen Tournee.

Ganz nebenbei fand man mit dem Titel des zweiten Albums "Black Metal" den Namen für ein neues Genre, wenngleich die Knüppelorgien, die Anfang der Achtziger noch für Aufsehen sorgten, heute den durchschnittlichen Schwarzmetaller nur ein müdes Gesäßrunzeln kosten.

Das Wichtigste aber war sicher der Geist, den VENOM verkörperten: Du kannst es schaffen, wenn du es nur wirklich willst.

Der Einfluss von VENOM auf unzählige andere Bands ist unbestritten. Cronos, Mantas und Abbadon waren wichtig, sie schrieben mit ihrer Musik Rockgeschichte und verdienen es daher gewürdigt und gehört zu werden.

Vorliegende Compilation enthält alle Singles mit B-Seiten von VENOM aus deren Sturm- und Drangphase und derer gab es zur Freude aller Numerologen zwischen 1980 und 1985 sieben Stück: Eine für jedes Tor der Hölle. Als Bonus ist auch noch die "Hell at Hammersmith"-Live-EP enthalten.

Eingefleischte Sammler und Mitglieder der 'Venom Legion' werden sicher gewaltig fluchen, wenn sie sich vor Augen führen, welche Unsummen sie mittlerweile in die Originale investiert haben. Für den weniger von der Band besessenen Teil der Menschheit bietet "Seven gates of hell" eine gute, preisgünstige Alternative, sich mit dem Schaffen der Band auseinanderzusetzen, wobei ich persönlich dem regulären "Black Metal"-Album alleine schon wegen den Meisterwerken Burried alive und Teacher's pet in der Studioversion den Vorzug geben würde.

Trotzdem kann man anhand dieses Albums sehr gut in die Welt von VENOM eintauchen. Ich kann und will auch gar nicht verhehlen, dass die einfachen, rohen und ungeschlifffenen Aggressionsausbrüche auch heute noch Spaß machen, wenngleich sie im Vergleich zu aktueller Extremmusik eher wie lauschige Untermalung zum Tanztee wirken.

Das Beste aber an "Seven gates of hell" ist, dass meine Küchenlampe seit den ersten Takten von In league with Satan wieder funktioniert. Ich sehe schon die Überschrift in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben: 'Satanische Botschaften gegen Wackelkontakt'. Und jede Wette: Cronos, Mantas und Abbadon wären begeistert von dieser Anekdote.
(Die Redaktion auch! Schick die CD mal rüber, unser Kühlschrank ist kaputt).

Martin Schneider, 18.04.2003

 

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