Vernon Reid

Known Unknown

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.06.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Vernon Reid
Known Unknown, Favored Nations Entertainment, 2004
Vernon Reid Guitar & Guitar Synthesizer
Hank Schroy Bass
Leon Gruenbaum Organ, Piano & Keyboards
Marlon Browden Drums
DJ Logic Turntables
Produziert von: Vernon Reid & Joe Johnson Länge: 47 Min 48 Sek Medium: CD
1. Known unknown7. Sidewinders
2. The slouch8. Voodoo pimp stroll
3. Brilliant corners9. Time
4. Strange blessing10. Flatbush and church
5. Outskirts11. Ebow undergrounde (excerpt)
6. Down and out in Kigali and Freetown12. X the unknown

Vernon Reid ist der Gitarrist mit den zwei Gesichtern: Hier das bekannte mit der Black Rock- und Crossover Legende LIVING COLOUR, dort das unbekannte mit seinen Soloprojekten (in der Vergangenheit spielte er mit Salif Keita, James "Blood" Ulmer, PUBLIC ENEMY, den ROOTS oder Carlos Santana zusammen), hier nun mit seiner Band MASQUE.

Der Titeltrack eröffnet den originären Sound von Vernon Reid: Kratzend und heulend, singend und sägend, das Ganze auf dem Teppich der wunderbar warm swingenden Orgel von Leon Gruenbaum.
The slouch ist dann ein herrlich knackiger Funk Song, während das Thelonious onk-Stück Brilliant corners nach vorlagegetreuem Start regelrecht explodiert und einen besonderen Charme durch das von Gruenbaum gespielte Sanchillian Tip Tip Tip Cheepeee erhält (Bitte? Von was spricht er da wohl? Red., ratlos).
Strange blessing besticht durch seine sphärischen Sounds und eine geradezu ätherische Melodieführung als feinste, moderne Fusion. Das nachfolgende Outskirts verbindet modalen Jazz mit einem Schuß Surf Gitarre, wohingegen Down and out in Kigali and Freetown an Miles Davis' legendäre Bitches-Brew-Sessions erinnert.
Nach dem swingenden Lee Morgan-Stück Sidewinders wird es richtig groovig mit Voodoo pimp stroll, bei dem DJ Logic (wieder einmal) die Cuts und Scratches beisteuert.
Das bluesige Time wird abgelöst durch das ruhige, kontemplative Flatbush and church, das auch von Allan Holdsworth stammen könnte.
Nach einem kurzen Zwischenspiel mit Ebow underground folgt als Schlußpunkt die funkige Gitarrensound-Experimentier-Orgie X the unknown.

Kein selbstgefälliges Gefrickel, keine gitarristische Nabelschau, kein Saitengewusel als Hochleistungssport, sondern eine spannende Reise durch Gitarrensoundlandschaften zwischen den Fixpunkten Spätsechziger-Jazz, Fusion, Black Rock und Funk oder um das beliebte Name-Dropping anzuwenden: irgendwo zwischen Jimi Hendrix, John Coltrane, Carlos Santana, Pete Cosey, Allan Holdsworth, John Scofield, Steve Vai und John McLaughlin.
Es lohnt sich, den unbekannten Vernon Reid zu entdecken.

Ralf Stierlen, 23.06.2004

 

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