Vertical Alignment

Signposts

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CD-Review

Reviewdatum: 14.05.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Jürgen Gallitz-Duckar


Signposts, ThunderSongs, 2007
Jim Braunreuther Lead Vocals
Pete Jorgensen Backing Vocals, Keyboards, Guitars, Bass
Terri Jorgensen Bass
Mike Adams Drums
Monty Pierce Guitars
Gäste:
David Wallman Guitars
Fred Schendel, Edward Jerlin Keyboards
Eric Parker, Mike Fitzpatrick, Shaun Fitzpatrick, Jessica Cole, Carl Groves Lead Vocals
Will Henderson Lead Vocals, Drums
Randy George Bass, Guitars
Steve Babb Bass
Produziert von: Pete Jorgensen & Gene Crout Länge: 79 Min 22 Sek Medium: CD
1. Signposts6. The Towers
2. Dress Rehearsal7. Rented Houses
3. Ballad Of The Titanic8. Kingdom Of Summer
4. Freedom's Call9. Rented Houses Epilogue/Signposts (Reprise)
5. Children In The Son

Die Amerikaner VERTICAL ALIGNMENT sind eindeutig im Retro-Prog-Sektor zuhause. Ihr Sound erinnert mich permanent an schon bekannte Szenebands wie z.B. GLASS HAMMER. Deren Keyboarder Fred Schendel sowie Bassman Steve Babb gastieren hier bei je einem Track. Stammkeyboarder Pete Jorgensen hat allerdings ebenso ein Faible für die quietschenden Polymoog-Klänge. Das muß man mögen und ich tue das schon seit den seligen Spätsiebzigern, als Leute wie Rick Wakeman solche Töne zu Gehör brachten.

Also, richtig gute Prog-Kost für mich? Weit davon entfernt. Stets melodische, üppig arrangierte, epische Prog-Kost zieht sich durchs Album. Eingeleitet vom ruhigen dreiminütigen Akustik-Gitarrenstück mit Gesang, schleppt sich der Rest in langen bis sehr langen (dreimal über die 10 Minuten Marke) Kompositionen dahin. Die Betonung möchte ich dabei auf "schleppt" legen. Schlapp, schlapp, schlapp ist das Album. Das wirkt so durch und durch müde, als habe man die Herren gezwungen, bei 40 Grad im Schatten mal loszulegen. Gemächlich langweilig mit den immergleichen Ideen gehen sie an ihre Songs heran. Und in denen steckt eh schon ein Problem. Wie auch bei so vielen anderen Progbands, die den üppigen Weg wählen, bleiben diese Songs nämlich auf der Strecke. Keine Hooks und trotz aller Melodiösität, keine Melodien die dich fangen. Auch sind die instrumentalen Teile keineswegs positiv aufregend.
Dafür gibt's ein paar negative Höhepunkte. Jessica Cole, Lead-Sängerin bei The Towers, quietscht furchtbar. Der 12-Minüter Rented Houses versucht sich auf grotesk lächerliche Art im Mittelteil als kurz mal erdig rockendes Stück. Und dann noch die kaugummizähe Ballade Kingdom of summer.

Ich mag diese Retroklänge an sich eigentlich sehr, aber sie sollten schon dazu dienen, musikalische Ideen zu präsentieren.
Fazit: Viel oberflächlich angenehmer Klang, keine Tiefe und keine funktionierenden Songs. Vielleicht beim Bügeln, Putzen oder Kochen brauchbar...

P.S.: Es gibt eine Unzahl von Gastmusikern auf dem Album. Die Band selbst besteht anscheinend aus Braunreuther / Pierce / Adams / T.Jorgensen / P.Jorgensen.

Jürgen Gallitz-Duckar, 14.05.2007

 

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