Vic Anselmo

Trapped In A Dream

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.12.2008
Jahr: 2008

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Vic Anselmo Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


Trapped in a dream, Avasonic/Omniamedia, 2008
Vic AnselmoSinger, Songwriter, Acoustic guitar
Herman RigmantGuitars, Programming
George KadolchikKeyboards
Peteris PassBass
Martinsh MilevskisDrums, Percussions
Gäste:
Alla PastushinaViolin
Aldis AbolinshCello
Produziert von: Hermann Rigmant & George Kadolchik Länge: 34 Min 01 Sek Medium: CD
01. Who?06. Underwater
02. Beverly07. Before I could breathe
03. The flight08. I cried (Tribute to Dimebag Darrell)
04. World from here09. Deadman walks
05. Put your spell on me10. Bus stop

Im Baltikum nimmt Heldenverehrung mitunter skurrile Formen an. So wurde aus Bewunderung für die US-Amerikanischen Extremmetaller PANTERA und deren Sänger Phil Anselmo aus der lettischen Sängerin Victoria kurzerhand Vic Anselmo. Allerdings sollten Metalheads, die Victorias Leidenschaft teilen, sich weder durch ihren Künstlernamen, noch durch Songtitel wie I cried (Tribute to Dimebag Darrell) auf die falsche Fährte locken lassen, denn musikalisch bewegt sich das Debütalbum "Trapped in a dream" in völlig anderen musikalischen Gefilden.

Vic Anselmo wendet sich schon eher an Hörer, die Tori Amos, Kate Bush, THE GATHERING, Sally Oldfield oder auch Björk zu ihren Lieblingsinterpreten zählen, aber die vor allem auch bereit sind sich auf ein Album, das stilistisch mit einer großen Bandbreite aufwartet, einzulassen.

Das Konzept hinter "Trapped in dream" ist die Geschichte eines mysteriösen Mädchens, das durch die Träume der Schlafenden irrt und so unterschiedlich wie diese Träume, ist deren musikalische Umsetzung. Rock, Pop, Gothic, Folk, Singer/Songwriter, Elektronik. erlaubt ist was gefällt und sich am besten eignet, die jeweiligen Stimmungen zu transportieren.

Auch Vics Gesang offenbart ein breites Spektrum an Ausdrucks- und Variationsmöglichkeiten. Mal sinnlich verträumt, mal verführerisch, mal kraftvoll, mal zerbrechlich, im einen Moment zurückhaltend und geradezu bodenständig, dann wieder mit experimenteller Extravaganz den Rahmen des Erwarteten sprengend.

Mit "Trapped in a dream" hat Vic Anselmo ein bemerkenswertes Debüt vorgelegt, das nicht nur weit aus dem musikalischen Einheitsbrei herausragt, sondern sorgt sie sorgt damit auch gleich für einen der musikalischen Höhepunkte des Jahres. Hier haben wir ein Album, das ist in der Lage ist, den grauen Alltag in ein Farbenmeer zu tauchen und dem unscheinbaren Augenblick eine ganz spezielle Magie einzuhauchen. Das ist große Kunst, ohne deswegen elitär die breite Masse kategorisch auszuschließen.

Martin Schneider, 18.12.2008

 

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