Vintage#18

Grit

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.05.2017
Jahr: 2017
Stil: Soul, Blues

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Vintage#18 Homepage



Redakteur(e):

Michael Koenig


Vintage#18
Grit, Eigenproduktion, 2017
Robbin KapsalisVocals
Bill HolterGuitars
Mark ChandlerBass, Keyboards, Slide Guitar
Alex KuldellDrums, Percussion
Produziert von: Vintage#18 Länge: 50 Min 41 Sek Medium: CD
01. Diamonds Are Optional07. Just Got Back From Baby's
02. Is This Too Good?08. Poor Me
03. Love Hangover09. Remember
04. Million Miles10. Good Eye
05. Circles11. Circles Down Home
06. Pieces

“Grit“ hat das gemischte US-amerikanische Soul und Blues Quartett VINTAGE#18 sein selbst produziertes Debütalbum getauft. Das Hooked on Music hörte sich dieses quasi noch ganz ofenfrische Werk mal eingehend an.

Die durch B. B. King, VINTAGE TROUBLE, THE NIGHTHAWKS und überhaupt alle von Stax Records und Chess Records betreuten Künstler beeinflusste Band selber gibt es seit dem Beginn des Jahres 2013. Erste Sporen verdienten sich die Vier bei Auftritten in den Clubs nahe ihrer damaligen Heimat im nördlichen Virginia. Wohnorte in Washington D.C., Maryland und Virginia legten die Fundamente für jede Menge Konzerte entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten. 2016 repräsentierten sie beispielsweise die Central Virginia Blues Society bei der International Blues Challenge in Memphis, Tennessee, wo sie danach noch weiterhin live aktiv waren. Im Laufe der Zeit teilten sie sich die Bühne unter anderem mit THE NIGHTHAWKS, Albert Cummings, Billy Price oder LIL ED AND THE BLUES IMPERIALS.

Die einzelnen Bandmitglieder verfügen, jedes für sich genommen, über ganz unterschiedliche Hintergründe:
Robbin Kapsalis (Gesang) etwa wurde in Chicago, Illinois, geboren, wuchs jedoch in Atlanta, Georgia, auf. Sie wurde von ihrer Tante Ida Bell auf den Blues aufmerksam gemacht, die ihr bei jedem Besuch Koko Taylor, Etta James oder Muddy Waters vorspielte.
Bill Holter (Gitarrenarbeit) war zunächst in der Crossover-Tradition des Blues Rock verankert, ergänzte seinen Spannungsbogen dann aber um Elemente aus östlichem und amerikanischem Jazz. Der Händler alter Instrumente war und ist ein gefragter Studiomusiker und eröffnete schon Konzerte von Chuck Berry, Bo Diddley, THE DRIFTERS, MOLLY HATCHET, THE COASTERS und anderen.
Mark Chandler (Bass, Keyboards, Slide Gitarre) begann mit Jazz und (Prog) Rock, später stieß er auf Folk und Roots-Klänge,. Er arbeitete unter anderem für einige der namhaften Musikgrößen, denen auch Bill Holter bereits Dienste leistete.
Alex Kuldell (Schlagzeug, Perkussion) verschließt sich keinem musikalischen Experiment. Der begeisterte Mechaniker verbindet in seinem Spiel Tradition und Moderne.
Gemeinsam ist ihnen allen jedoch die Liebe zu klassischem Soul und Blues der 1960er Jahre.

Neun der elf Tracks sind übrigens Bandschöpfungen. Lediglich zwei Stücke wurden fremd erschaffen. Million Miles stammt von Bob Dylan, Just Got Back From Baby's ist die Coverversion einer ZZ TOP-Nummer.

“Grit“ hat einen mörderischen Groove, ist schwungvoll, tanzbar, lebhaft, intensiv, ungeglättet, kernig, dann und wann entspannter und wurde souverän genau auf den Punkt produziert. Spröde und um furiose Soli ergänzte Gitarrenriffs treffen auf markanten, kehligen und dunklen, stellenweise maskulin wirkenden Frauengesang sowie erdige, stabile Rhythmen. Pumpende Basssoli inklusive. VINTAGE#18 beeindrucken mit ihren Retrosounds, ohne dabei abgenutzt oder überholt zu klingen.

Michael Koenig, 09.05.2017

 

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