Vision Divine

9 Degrees West Of The Moon

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.01.2009
Jahr: 2009

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Redakteur(e):

Marc Langels


9 Degrees West Of The Moon, Frontiers Records, 2009
Fabio LioneGesang
Olaf ThorsenGitarre
Federico PuleriGitarre
Cristiano BertocchiBass
Alessio LucattiKeyboards
Alessandro BissaSchlagzeug
Produziert von: Timo Tolkki Länge: 60 Min 01 Sek Medium: CD
01. Letter To My Child Never Born07. Fly
02. Violet Loneliness08. Out In Open Space
03. Fading Shadow09. 9 Degrees West Of The Moon
04. Angels In Disguise10. A Touch Of Evil
05. The Killing Speed Of Time11. Fading Shadow (Demo Version)
06. The Streets Of Laudomia

"9 Degrees West Of The Moon" ist bereits das sechste Album der italienischen Formation VISION DIVINE um Gitarrist und Hauptsongwriter Olaf Thorsen (geboren als Carlo Andrea Magnani) und markiert die Rückkehr von Ur-Sänger Fabio Lione (früher ebenfalls LABYRINTH und RHAPSODY OF FIRE). Alleine an dem Umstand, dass sich der musikalische Kopf der Band einen skandinavischen Namen als Pseudonym aussucht erkennt man auch in welche Richtung die Musik von VISION DIVINE geht, sie orientiert sich an den skandinavischen Power-Metal-Bands. Produziert wurde das Ganze bereits zum dritten Mal von Ex-STRATOVARIUS-Mastermind Timo Tolkki (heute REVOLUTION RENAISSANCE). Und da liegt auch schon der Haken, denn "9 Degrees West Of The Moon" klingt ähnlich wie die Werke von STRATOVARIUS oder aber SONATA ARCTICA.

Dabei hat Olaf Thorsen bei seinem Power-Metal immer einen Sinn für das Große, Epische in den Songs. Die Melodien der Lieder werden immer lang ausgearbeitet (abgesehen vom Nackenbrecher The Killing Speed Of Time). Dabei sind die Songs aber nie im Sinne des Wortes progressiv, denn lange Songs und schnelle Solo-Passagen sind noch lange nicht das Äquivalent von Prog. Die Band kann auch deswegen nicht als Prog wie progressiv geführt werden, weil sie der bereits von anderen Bands bekannten Musik nichts Neues oder Weiterführendes hinzufügt. Die Musik ist guter Power-Metal mit epischen Momenten aber nicht Prog.

Zu den besten Stücken gehört neben dem Opener Letter To My Child Never Born, das fast schon HELLOWEEN-mäßige The Streets Of Laudomia und dem zwei Mal vorhandenen (davon einmal als Demo-Version) Fading Shadow auch das JUDAS PRIEST-Cover A Touch Of Evil (von "Painkiller"). Dabei handelt es sich jedoch um eine ganz nah ans Original angelegte 1:1-Kopie des Stückes. Aber hier liefert Sänger Fabio Lione eine sehr überzeugende Vorstellung ab, obwohl er eine ganz andere Stimmlage hat als Metal God Rob Halford. Nur ein einziger Song mag mich nicht wirklich überzeugen: Violet Loneliness klingt für mich zu sehr nach einer Mischung von HIM mit CINEMA BIZARRE mit nervigen Keyboards.

Die Songs des Albums sind aber überwiegend gutklassig ohne wirkliche Ausschläge nach unten (zum Glück) oder nach oben (schade). Auf die Dauer ähneln sich die Lieder dann auch sehr von der Struktur und der Melodieführung, wirkliche Überraschungen erlebt man hier nicht. Das mag aus Sicht der bereits gewonnenen Fans sogar positiv sein, bekommen sie doch mehr gute Songs im bekannten Stil zu hören. Angesprochen fühlen könnten sich auch Fans der bereits genannten STRATOVARIUS oder SONATA ARCTICA, die ihre Plattensammlung um eine weitere Band erweitern wollen. Denn schlechten Stoff bekommen sie bei VISION DIVINE nicht geboten.

Marc Langels, 24.01.2009

 

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