Vision Divine

Destination Set To Nowhere

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.10.2012
Jahr: 2012
Stil: Power Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Vision Divine
Destination Set To Nowhere, Edel, 2012
Fabio LioneGesang
Olaf ThorsenGitarre
Federico PuleriGitarre
Alessio LucattiKeyboards & Piano
Andrea "Tower" TorriciniBass
Alessandro BissaSchlagzeug
Produziert von: Olaf Thorsen & Alessio Lucatti Länge: 52 Min 43 Sek Medium: CD
01. S'I Fosse Foco07. Message To Home
02. The Dream Maker08. The House Of The Angels
03. Beyond The Sun And Far Away09. The Sin Is You
04. The Ark10. Here We Die
05. Mermaids From Their Moons11. Destination Set To Nowhere
06. The Lighthouse

Vor drei Jahren hatte das Werk “9 Degrees West Of The Moon“ bei mir noch verhaltene Reaktionen ausgelöst. Zu formelhaft war das Songwriting in meinen Ohren, zu groß die gefühlte soundtechnische Nähe zu Vorbildern wie STRATOVARIUS oder phasenweise auch HELLOWEEN. Aber seitdem hat sich bei den Italienern VISION DIVINE einiges getan. Zunächst einmal haben sie einen Plattendeal mit einem Major Label (Edel) an Land gezogen. Zum anderen – und das ist viel wichtiger - scheint Hauptsongwriter Olaf Thorsen eine Kiste mit hervorragenden Song-Ideen entdeckt zu haben.

Denn der deutlichste Unterschied zwischen den beiden Alben ist die Qualität der Lieder. Wo mir vieles auf “9 Degrees West Of The Moon“ irgendwie unrund und nicht wirklich begeisternd vorkam, sind diese Vorbehalte auf “Destination Set To Nowhere“ komplett verschwunden. Vielmehr sind Thorsen, Lione & Co. hier allesamt spannende, packende Songs gelungen. Die Qualität erinnert erneut an die Finnen von STRATOVARIUS, allerdings in deren besten Momenten.

Thorsen und der zweite Gitarrist Federico Puleri liefern sich packende Saiten-Duelle, die Rhythmus-Sektion von Andrea „Tower“ Torricini (Bass) und Alessandro Bissa (Schlagzeug) knallt sehr ordentlich und Keyboarder Alessio Lucatti sorgt für die nötige atmosphärischre Untermalung und Bereicherung des Sounds. Zudem haben VISION DIVINE mit Fabio Lione einen wahrlich exzellenten Sänger in ihren Reihen, der die Melodien von Thorsen mit dem nötigen Gefühl, aber auch der entsprechenden Power und Präsenz darbietet.

Dabei haben sich VISION DIVINE zum ersten Mal an eine Konzeptstory gewagt, die angesichts der momentanen Lage auf der Welt nicht so weit hergeholt wirkt. Der Ausgangspunkt ist dabei eine Gruppe von Menschen, die angewidert von der Korruption und Selbstherrlichkeit der Politiker beschließt, die Erde zu verlassen und eine neue Heimat zum Leben in den Weiten des Weltraums zu suchen. Mehr sei hier nicht verraten, zumal die Geschichte in kurzen Kommentaren am Rande der Lyrics verdeutlicht wird.

VISION DIVINE ist mit “Destination Set To Nowhere“ ein wahrlich beeindruckendes Album gelungen. Sowohl auf musikalischer als auch auf textlicher Ebene hat die Band ein neues Niveau erreicht und kann sich hiermit durchaus zu recht mit Szene-Größen wie etwa STRATOVARIUS oder aber auch KAMELOT vergleichen. Wer diese Bands oder aber auch RHAPSODY minus den Bombast sowie DREAM THEATER ohne die Frickelparts mag, der sollte sich dieses Meisterwerk auf jeden Fall anhören.

Marc Langels, 28.09.2012

 

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