Vola

Witness

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.05.2021
Jahr: 2021
Stil: Modern Progressive Metal
Spiellänge: 44:08
Produzent: Asger Mygind

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Plattenfirma: Mascot Label Group

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Kay Markschies


s. weitere Künstler zum Review:

Steven Wilson

Porcupine Tree

Devin Townsend

Titel
01. Straight Lines
02. Head Mounted Sideways
03. 24 Light-Years
04. These Black Claws (feat. SHAHMEN)
05. Freak
 
06. Napalm
07. Future Bird
08. Stone Leader Falling Down
09. Inside Your Fur
Musiker Instrument
Martin Werner Keys
Nicolai Mogensen Bass
Asger Mygind Guitar & Vocals
Adam Janzi Drums
Guest:
SHAHMEN Vocals & Lyrics on Track 04

Im großen Fischteich international agierender Bands findet man – bei viel grassierendem Durchschnitt – auch immer wieder echte Perlen und Juwelen.
Ein perfektes Beispiel dafür sind VOLA aus Dänemark. Leider haben immer noch viele Interessierte härterer Musik die Band nicht auf dem Schirm, unsere Redaktion begeistert das Quartett nun schon seit fünf Jahren mit ihren Alben.

Und wenn sich der Spruch bewahrheitet, dass sich der zukünftige Erfolg eines Künstlers erst an seinem dritten Album ablesen lässt, dann wird den Jungs von VOLA wirklich noch eine steile Karriere bevorstehen (EPs aus grauer Vorzeit habe ich hier nicht mitgezählt). Ich will sogar noch weitergehen: VOLA besetzen mit „Witness“ eine Nische im Progressive Rock, die so vorher nicht zu hören war.

Die Mannen um Asger Mygind haben ihren Experimentierkoffer noch einmal erheblich vergrößert. Da wechselt sich lieblich, fast weinerlicher Gesang mit Vocoder-Chorälen ab, halbakustische Strophen enden in heruntergestimmten Gitarrenwänden und zu allem Überfluss öffnet man sich auf These Black Claws auch noch dem Hip-Hop. Produktionstechnisch hat Asger Mygind sich dabei viel von Devin Townsend abgeguckt. Die Produktion auf „Witness“ ist ähnlich dicht gehalten wie auf den letzten Townsend-Alben, was manch ein Hörer vielleicht sogar als Kritikpunkt heranziehen wird, weil die Dynamik vielleicht mit ein wenig weniger Kompression noch besser herübergekommen wäre.

Aber man muss es so sehen, wie es ist: Die ersten fünf Tracks auf dem neuen Album sind allesamt Hymnen, die es eigentlich verdient hätten, die Band auf einen wesentlich höheren Bekanntheitslevel zu hieven. Ich will hier nicht den Vergleich zu „Master Of Puppets“ bemühen, aber so viel kompositorische Genialität an einem Stück habe ich bisher selten erlebt. Gerade der Track Freak wird so manchem PORCUPINE TREE- oder Steven Wilson-Fan die Tränen in die Augen treiben. Der Song ist genau der, den man vom britischen Mastermind gerne als nächstes erwartet hätte.

Ihr seht schon … ich neige zur Lobhudelei. Aber ich bin mir ziemlich sicher, auch andere Magazine werden „Witness“ ganz oben in ihren Charts verorten und es würde mich nicht überraschen, wenn VOLA am Ende des Jahres bei der Wahl zum besten Prog-Album noch die eine oder andere Trophäe in die Höhe recken können. Bei mir wird das neue Album erst einmal weiter in Dauerschleife laufen.

 

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