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Onyx

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.12.2019
Jahr: 2019
Stil: Classic Rock; Hard Rock
Spiellänge: 39:51
Produzent: Leonard Vaessen

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Plattenfirma: Noisolution


Redakteur(e):

Ralf Stierlen


s. weitere Künstler zum Review:

Elder

Wishbone Ash

Wucan

Titel
01. Blue Onyx
02. Easy
03. Tired Of
04. On My Own
 
05. Palace Of Sin
06. Grief
07. Inferno
08. Todbringer
Musiker Instrument
Felix Scholl Guitar & Vocals
Maximilian Raine Guitar
Philipp Hennemann Bass
Leonard Vaessen Drums
Nick DiSalvo Drums (Palace Of Sin)

Der zweite Streich des Vierers aus der Hauptstadt, die mit dem Label Noisolution den nicht nur örtlich passenden Heimathafen gefunden haben, kommt sogar noch ein Stückchen selbstbewusster, reifer und stimmiger daher als der ohnehin schon gute Erstling. Auch auf „Onyx“ regiert lässig dargebotener, treibender und groovender, leicht bluesig gefärbter Hardrock, der mit beiden Beinen in den Siebzigern steht.

Der bisherige (Teilzeit-)Drummer Nick DiSalvo hat sich wieder zu seiner Hauptbeschäftigung bei ELDER verkrümelt, hat aber mit Palace Of Sin noch ein formidables Abschiedsgeschenk hinterlassen; ein knapp neunminütiger Burner mit Spurenelementen von Prog und Doom, der insbesondere live das Zeug zum Klassiker haben dürfte. Ansonsten beweisen die Jungs Songdienlichkeit in ihren Kompositionen und Arrangements, ohne zu simplifizieren oder gar dem Mainstream auf den Leim zu gehen. Der neue Drummer Leonard Vaessen zeigt auch gleich für die Produktion verantwortlich und macht dies großartig – ein authentischer, warmer Seventies Sound, der aber nicht nach gestrig klingt.

Die famosen Twin Guitars lassen an WISHBONE ASH zu ihren allerbesten Zeiten denken und verströmen einen Jam-Charakter, der dem ganzen kernigen Stoff die angemessene Luftigkeit gibt. Dazu der schön kratzige Gesang von Felix scholl und die Assoziationen von Lederjacke und Bier im guten alten (und leider fast ausgestorbenen) Rockklub drängen sich regelrecht auf. Aber es gibt sie ja wieder, Bands wie KADAVER oder WUCAN, so dass noch Hoffnung besteht. Vug haben jedenfalls mit ihrem psychedelischen, harten Classic Rock das Zeug dazu, die Fahne guter Seventies-Musik noch lange hochzuhalten und sich dabei auch an vorderster Front einzureihen. Ach ja: Das leicht düstere, passende Cover stammt von Bassist Philipp Hennemann. Also gibt es weitere DIY-Sympathiepunkte obendrauf.

 

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