Walking Papers

Walking Papers

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.11.2012
Jahr: 2012
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Kristin Krauß


Walking Papers
Walking Papers, Sunyata Records, 2012
Jeff AngellGuitars, Piano, Lead Vocals
Barrett MartinDrums, Vibes, Marimbas, Upright Bass, Keyboards, Percussion, Backing Vocals
Duff McKaganBass, Backing Vocals
Benjamin AndersonKeyboards, Backing Vocals
Produziert von: Barrett Martin, Jeff Angell Länge: 47 Min 19 Sek Medium: CD
01. Already Dead07. Two Tickets And A Room
02. The Whole World's Watching08. I'll Stick Around
03. Your Secret's Safe With Me09. Capital T
04. Red Envelopes10. A Place Like This
05. Leave Me In The Dark11. Independence Day
06. The Butcher

Zuallererst die Namen: Dieses Album wurde eingespielt von dem Drummer Barrett Martin (SCREAMING TREES), dem Sänger und Gitarristen Jeff Angell (POST STARDOM DEPRESSION), dem Bassisten Duff McKagan (GUNS N' ROSES) und mit Ben Anderson (RORSCHACH TEST) am Keyboard. Für zwei Songs schaute kein geringerer als Mike McCready (PEARL JAM) vorbei und spielte die Gitarrensoli ein. Abgemischt wurde das ganze von dem legendären Jack Endino, dessen Arbeiten das Gesicht der Seattler Musikszene und des Grunge in den späten 1980ern und frühen 1990ern prägten. Soweit der theoretische Teil.

Der Gestus der frühen 1990er Jahre liegt also in der Luft. Jeff Angell und Barrett Martin haben ihn im Debut Album ihrer WALKING PAPERS konserviert, ganz ohne zu vermutende Peinlichkeiten. Es fehlt hörbar der Wille, dem tagesaktuellen Musikgeschäft hinterher zu hecheln und das ist durchaus ein Kompliment. Der Sound der WALKING PAPERS ist wuchtig, aber nicht sperrig, würde der Begriff Hard Rock nicht seltsame Assoziationen hervorrufen, wäre er angemessen. Das Prinzip ist denkbar einfach und liebevoll altmodisch, das Benzin sind Schlagzeug, Gitarre, Bass – jeweils die Super Plus Variante, für das Mehr an Power. Ein wenig tut sich hier und da eine Assoziation auf, begründet aus der musikalischen Sozialisation der Hauptakteure, die mit Leichtigkeit eine Rockwand aufbauen, um sie an anderer Stelle wieder einzureißen. Schwer atmende Gitarrenkonvolute (Capital T) werden von filigraner Instrumentierung erlöst (A Place Like This) und Angell singt mit seiner abgerockten, bluesigen Stimme, dass es für Freunde von Ian Astbury (THE CULT) eine Freude ist.

Ja, die WALKING PAPERS haben etwas Anachronistisches. Aber, und das ist die wirkliche Kunst, es fühlt sich ganz und gar richtig an.

Kristin Krauß, 13.11.2012

 

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