We'll Go Machete

Six Plus Ten

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.07.2012
Jahr: 2012
Stil: Noise/Hardcore

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We'll Go Machete Homepage



Redakteur(e):

Ralf Stierlen


We'll Go Machete
Six Plus Ten, Stressed Sumo Records, 2012
Paul WarnerVocals & Guitar
John ChristoffelGuitar
Chris MayBass
Rachel FuhrerDrums
Produziert von: We'll Go Machete Länge: 54 Min 50 Sek Medium: CD
01. Miser09. Good Morning Mauro
02. DM Barringer10. 40 Feet
03. Kids In Front11. Red Maddens The Bull
04. Number 1312. Number 12
05. Robber Barron13. Archibald
06. Sad Sack14. The Old Beast Will Crumble
07. Hayward15. Thatch
08. So Long Flatfoot16. All That Sea

Was tun, wenn es im Hardcore nicht mehr voran zu gehen scheint? Ganz einfach: Den Blick zurück werfen, als die Neunziger hinter der “19“ im Datum standen, das Genre noch frisch war und Grunge noch nicht durch Bands wie CREED zum Mainstream hin geschleust worden war. Als Noise noch aufregend war und sich Gitarre und Bass in schrägen Duellen aufrieben. WE’LL GO MACHETE aus Austin Texas zitieren demnach fleißig ohne abzukupfern und klingen trotz der Erdung im vorvergangenen Jahrzehnt frisch, hungrig und unverbogen. Ein Debütalbum ist das hier ja eigentlich nicht, denn unter dem Titel “Six Plus Ten“ wurden die ursprünglich 2010er EP der Band sowie das Album “Strong Drunk Hands“ auf Stressed Sumo Records zusammengefasst und europäischen Ohren zugänglich gemacht.

Schon die Opener Miser und DM Barringer geben dir Richtung vor: Schräg, laut, irgendwo zwischen Noise, Post-Punk, Hardcore und undergroundigem Grunge und Stoner einzusortieren. Nicht jede Songidee zündet, aber das Material hier hat Druck, Kraft, Seele und auch genügend Tiefgang (So Long Flatfoot) bei einem hohen Maß an Eigenständigkeit.

Ein kleines Problem ist dann doch die Länge des Albums: Nichts gegen die umfassende Dokumentation des bisherigen musikalischen Schaffens von WE’LL GO MACHETE, aber bei deutlich über 50 Minuten dieses Stoffs machen sich Längen und damit Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Aber das ist ja letztlich nicht die Schuld der Band, man kann ja das Ganze auch in angemessenen Portionen anhören. Wer jedenfalls auf Old-School-Sounds der Marke FUGAZI oder QUICKSAND steht, sollte sich die durchaus anregenden Mosaiksteinchen von WE’GO MACHETE mal zu Gemüte führen.

Ralf Stierlen, 19.07.2012

 

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