Wheels Of Fire

Hollywood Rocks

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.07.2010
Jahr: 2010
Stil: A.O.R.

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Redakteur(e):

Marc Langels


Wheels Of Fire
Hollywood Rocks, Avenue Of Allies, 2010
Davide BarbieriGesang & Keyboards
Stefano ZeniGitarre
Roberto GalliBass
Andrea ZingrilloSchlagzeug
Gastmusiker
Michele LuppiPiano & Gesang
Frank NemolaStreicherarrangement bei Love Nest
Produziert von: Michele Luppi & Davide Barbieri Länge: 49 Min 28 Sek Medium: CD
01. Hollywood Rocks07. The Reason
02. You're So Cool08. Little Prayer
03. What I Want09. Relax
04. I Can't Live My Life10. Rock The World
05. Everywhere I Go11. Love Nest
06. Live Again

Irgendwie muss ich ins Holo-Deck der berühmten USS Enterprise NC-1701-E geraten sein, denn diese Band kann eigentlich heute gar nicht in dieser Form existieren. WHEELS OF FIRE sind so typisch für die 1980er-Jahre, wie etwas nur typisch 80er sein kann. Das beginnt schon beim Sound der Instrumente. Hier wird nahezu originalgetreu das Soundbild von Bands wie BON JOVI, JOURNEY, BOSTON, EUROPE, STYX oder HEART nachempfunden. Von den wohltemperiert verzerrten Gitarren, über die dezenten Bässe und das etwas gedämpfte Schlagzeug bis hin zu den teils cheesigen Keyboards.

Individuell haben WHEELS OF FIRE es auch voll drauf. Die Instrumentalisten erfüllen alle Anforderungen für diese Art von Musik, denn simple Strukturen müssen ja nicht zwangsläufig auch einfach zu spielen sein. Zudem wird das ein oder andere Lick oder Solo auch schon mal in etwas erhöhter Geschwindigkeit gezockt, so dass Amateure daran grandios scheitern würden.

Auch beim Songwriting ziehen die Italiener ihre Linie konsequent durch. Allzu große Überraschungen darf man hier nicht erwarten. Im Prinzip ist nach spätestens einer Minute komplett klar, wie ein Lied weitergehen wird. Auf Experimente oder Überraschungen wird so gut wie komplett verzichtet, so dass die Musik aber auch direkt ins Ohr geht und die Trommelfelle mit ihren zuckersüßen und leicht klebrigen Melodien überzieht. Aber Vorsicht, es besteht die Gefahr der Überzuckerung.

Aber hier kommt dann auch schon die große Einschränkung, denn auf die Dauer der CD gesehen kann das Songwriting eben nicht wirklich überzeugen. Sicher WHEELS OF FIRE machen nichts falsch, aber es macht auch nicht immer Spaß Songs zu lauschen, bei denen man schon jede Wendung und jedes Break bereits voraus ahnen kann. Zumal das Ganze auch recht einfach gestrickt und gespielt ist. Zumal ein wirklicher Kracher, wie ihn die Großen in den 1980ern auf jedem Album gleich mehrfach drauf hatten, hier einfach fehlt.

Insgesamt ist den Italienern ein durchaus ordentliches Debüt gelungen, das man als respektabel einordnen kann. Für weitere Veröffentlichungen sollten sich die Männer aus „bella Italia“ aber schon ein bisschen mehr einfallen lassen und auch mal die ein oder andere Überraschung auf Lager haben, denn ansonsten würde das Interesse an der Band ganz schnell wieder nachlassen und sie würden verschwinden wie ein Hologramm auf der USS Enterprise NC-1701-E.

Marc Langels, 10.07.2010

 

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