White Wizzard

Flying Tigers

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.09.2011
Jahr: 2011
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


White Wizzard
Flying Tigers, Earache Records, 2011
Wyatt "The Screaming Demon" AndersonGesang
Jon LeonBass & Gitarre
Lewis StephensGitarre
Cory NagatoshiGitarre
Giovanni DurstSchlagzeug
Produziert von: Ralph Patlan Länge: 59 Min 28 Sek Medium: CD
01. Fight To The Death07. Fall Of Atlantis
02. West L.A. Nights08. Blood On The Pyramids
03. Starchild09. Demons And Diamonds
04. Flying Tigers10. Dark Alien Overture
05. Night Train To Tokyo11. War Of The Worlds
06. Night Stalker12. Starman's Son

Der weiße Zauberer ist zurück und seine Mission ist dieselbe geblieben: die Rettung des wahren Metals! Die Amerikaner WHITE WIZZARD haben sich in bei den Fans des ursprünglichen Metals binnen kürzester Zeit zahlreiche treue Anhänger erarbeitet und erspielt. Geboten wird erneut klassischster Metal mit ganz vielen Anleihen bei der New Wave of British Heavy Metal. Man hört ständig den Einfluss heraus, den Bands wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST aber auch etwa SAXON auf den Sound der Amerikaner hatten. Stellenweise klingt das Ganze allerdings auch ein Stück weit nach frühen FATES WARNING. Man hat auf dem neuen Album sogar das Gefühl, dass WHITE WIZZARD hier noch bewusster ihre Wurzeln freigelegt haben als auf ihren bisherigen Platten.

Das liegt vor allen Dingen am Sound der Scheibe. Im Vergleich zum Vorgänger kommt das aktuelle Werk so roh daher und klingt wirklich so, als sei es in den 1980er Jahren produziert worden. Das wirkt auf der einen Seite charmant und „true“ wie man so gerne sagt. Auf der anderen Seite ist es eben ein Anachronismus und die positiven technischen Entwicklungen im Aufnahmeprozess sind ja kein reiner Selbstzweck sondern sollen zum einen die Arbeit erleichtern und zum anderen für einen immer besser werdenden Klang sorgen. Wenn sich eine Band da bewusst für eine Reduktion der Sound-Qualität entscheidet, dann ist das schon eine ambivalente Sache. Es findet aber auch seine Anhänger und passt in diesem Fall auch ideal zu der Musik.

Denn diese orientiert sich auch im Songwriting ganz klar an den großen Bands der 1980ern und dabei insbesondere an IRON MAIDEN. Der Einfluss von Steve Harris ist nicht nur im sehr präsenten Bass-Sound und –spiel auszumachen, sondern schlägt sich auch in den Strukturen der Lieder nieder. Dabei sind es insbesondere die Anfangstage der Eisernen Jungfrauen, die anscheinend den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen haben. Das mag beim Opener Fight To The Death noch nicht so durchschlagen, denn dieser klingt eher ein wenig nach MOTÖRHEAD und ist damit der ideale Opener, der einfach nur jede Menge Arsch tritt. Eben ein Opener aus dem Heavy Metal-Lehrbuch. Aber allerspätestens beim titelgebenden Flying Tigers oder dem später folgenden Night Stalker ist klar, woher der Wind weht. Gerade das letztere Stück hätte auch gut auf ein Album wie “Killers“ gepasst.

Aber WHITE WIZZARD haben nicht nur europäische Einflüsse vorzuweisen. Stellenweise erinnern ihre Strukturen und der Gesang auch an die frühe Phase der Prog-Metal-Götter FATES WARNING. Allerdings klingt Wyatt „Screaming Demon“ Anderson dann doch eher nach Ray Alder als John Arch. Auch wenn Anderson vielleicht nicht ganz die Qualität dieser beiden Ausnahme-Könner erreicht, so verleiht er doch der Musik an einigen Stellen echte Flügel und sorgt dafür, dass die Lieder sich verdächtig nahe an den Status als kommende Heavy Metal-Klassiker annähern. Dazu trägt aber auch die Leistung der restlichen Musiker bei, so sind einige Gitarren-Soli von Lewis Stephens und Cory Nagatoshi einfach nur phantastisch und der Bass von Band-Boss Jon Leon ähnlich aktiv wie der von Steve Harris bei IRON MAIDEN.

„Fliegende Tiger“ – so nannte sich eine amerikanische Flieger-Staffel im Zweiten Weltkrieg, die nur aus Freiwilligen bestand und zudem auf fremden Boden – in diesem Fall China – gegründet wurde. Nach dieser Fliegern benannten WHITE WIZZARD ihr drittes Album “Flying Tigers“. Aggressiv wie diese Wildkatzen kommt dann auch das US-Trio daher. Starker Metal, der so klassisch ist, das er nur als retro bezeichnet werden kann. Dabei ist das Material überwiegend hervorragend (auch wenn sich in der zweiten Hälfte das ein oder andere durchschnittliche Stück eingeschlichen hat). Aber als Gesamtheit betrachtet gehört “Flying Tigers“ zu den besten Metal-Veröffentlichungen des Jahres und dürfte einigen MAIDEN-Fans um einiges besser gefallen, als das letzte Werk der Eisernen Jungfrauen “The Final Frontier“.

Marc Langels, 09.09.2011

 

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