Whitesnake

Good To Be Bad

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.05.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Good to be bad, Steamhammer/SPV, 2008
David CoverdaleVocals
Doug AldrichGuitars
Reb BeachGuitars
Uriah DuffyBass
Tomothy DruryKeyboards
Chris FrazierDrums
Produziert von: David Coverdale, Michael Mcintyre & Doug Aldrich Länge: 58 Min 44 Sek Medium: CD
01. Best years07. Summer rain
02. Can you hear the wind blow08. Lay down your love
03. Call on me09. A fool in love
04. All I want, all I need10. Got what you need
05. Good to be bad11. 'til the end of time
06. All for love

Da reicht mir doch ein werter Redaktionskollege die neuste WHITESNAKE-CD mit den Worten rüber: 'Mach Du mal. Mir ist das viel zu Metal-lastig. Von wegen Blues-Einflüsse.'. Doch schon beim ersten Hördurchgang entpuppt sich "Good to be bad" als bluestriefender Heavy-Rock in Reinkultur, wie man ihn von WHITESNAKE im Studio seit 1982 nicht mehr zu Gehör bekommen hat.

Ich weiß ja nicht was der gute Kollege erwartet hat, aber wir schreiben inzwischen das Jahr 2008 und ich fände es mehr als albern, wenn ein aktuelles Album mit Blueseinflüssen heute noch nach Robert Johnson oder John Lee Hooker klingen würde.

Stilistisch steht "Good to be bad" frühen WHITESNAKE-Alben wie beispielsweise "Come and get it" oder "Saints and sinners" wesentlich näher, als den beeindruckenden Erfolgsalben der Band von "Slide it in" bis hin zu "Slip of the tongue". Natürlich kultivieren Reb Beach und Doug Aldrich einen mächtigeren Sound wie das von vielen Fans immer noch hochgeschätzte Duo Micky Moody und Bernie Marsden, aber das ist auch gut so.

WHITESNAKE laden stilistisch und hinsichtlich des Songwritings zu einer Zeitreise in die eigene Vergangenheit ein, schlagen aber die Brücke zur Gegenwart mit einem zeitgemäßen, druckvollen Gitarren-Sound. So und nicht anders muss bluesbeeinflusster Heavy Rock anno 2008 klingen und insgeheim wünscht man sich die zahnlose COVERDALE/PAGE-Kollaboration in den Neunzigern hätte über ähnlich dicke Eier verfügt.

Einzig das Songwriting an sich hätte etwas geschmeidiger ausfallen dürfen, aber auch so wird "Good to be bad" zur Pflichtanschaffung für alle Anhänger energischer, bluesbeeinflusster Klänge, denn so bissig war die weiße Schlange schon lange nicht mehr.

Martin Schneider, 05.05.2008

 

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