Whitesnake

Live In 1984 - Back To The Bone

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.11.2014
Jahr: 2014
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Whitesnake
Live in 1984 - Back To The Bone, Frontiers Records, 2014
David CoverdaleGesang
John SykesGitarre & Gesang
Neil MurrayBass
Cozy PowellSchlagzeug
Richard BalleyKeyboards
Jon LordHammond & Keyboards
Produziert von: David Coverdale & Michael McIntyre Länge: 72 Min 30 Sek Medium: CD
01. Gambler08. Crying In The Rain
02. Guilty Of Love09. Soldier Of Fortune
03. Love Ain't No Stranger10. Love Ain't No Stranger
04. Slow An' Easy11. Ready An' Willing
05. Walking In The Shadow Of The Blues12. Slow An' Easy
06. Ready An' Willing13. Gambler/Guilty Of Love/Love Ain't Not Strager/Ready An' Willing
07. Guitar Solo

Weiter geht die Reste-Verwertung im Hause WHITESNAKE. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von “Slip Of The Tongue“ hatte David Coverdale vor drei Jahren den Mitschnitt des Auftritts der Monster Of Rock-Show in Donington als Doppel-CD plus DVD veröffentlicht. In diesem Jahr jährt sich die Veröffentlichung des ersten Mega-Sellers der Weißen Schlage “Slide It In“ nun zum 30. Mal. Das will natürlich entsprechend gefeiert werden. Und so spendiert uns Mr. Coverdale ein Paket, das die damalige Version der Band in Ton und Bild präsentiert, wovon in diesem Fall jedoch nur die Ton-Spur vorliegt.

Die CD beinhaltet nach Angaben der Plattenfirma ein „Best of“ verschiedener Bootlegs aus der Zeit. Das Line-Up bestand damals neben Coverdale noch aus John Sykes (Gitarre, Ex-THIN LIZZY, später auch BLUE MURDER), Cozy Powell (Schlagzeug, Ex-RAINBOW, später noch BLACK SABBATH), Neil Murray (Bass, Ex-Gary Moore Band, später auch bei BLACK SABBATH und der MICHAEL SCHENKER GROUP) und Richard Balley (Keyboards, der ansonsten nirgendwo wirklich in Erscheinung getreten ist). Die Kombination aus Sykes und Powell verheißt natürlich für Fans der Generation Wine, Women And Song nichts Gutes. Denn weder der Gitarrist noch der Schlagzeuger stehen für bluesige Licks oder feine Shuffle, sondern für Hard Rock-orientierte Power Chords und entsprechendes Power Drumming.

Das schlägt sich in der Darbietung der ausgewählten Lieder natürlich nieder. Paradebeispiel dafür sind bereits die ersten beiden Stücken der CD, Gambler und Guilty Of Love sowie später etwa Walking In The Shadow Of The Blues, die Sykes sowohl vom Riffing aber insbesondere in den Soli - auch dank treibender Unterstützung von Powell - nahezu in Metal-Versionen der Originale verwandelt. Und so ließe sich die Liste eigentlich beliebig fortsetzen. Die Band ist geradezu gefangen in dem Umbruch, den sie zu dieser Zeit erlebte. Einerseits eben keine rockende Blues-Band mehr, mit Groove, Hammond und einer Twin Guitar Attack. Andererseits aber eben auch noch nicht mit dem richtigen musikalischen Material für die Metal-Ausrichtung, die anschließend kam, ausgestattet. Lediglich das bereits enthaltene Crying In The Rain führt eindrücklich vor Augen, wohin die musikalische Fahrt der Weißen Schlange führen sollte.

Die Qualität der Aufnahmen variiert dabei zwischen ganz ok und gerade so noch erträglich. Ein musikhistorisches Dokument hat die CD dann aber doch noch zu bieten. Bei dem abschließenden etwas mehr als 16-minütigen Medley aus Gambler, Guilty Of Love, Love Ain't No Stranger und Ready An' Willing handelt es sich um die letzten Aufnahmen, bevor Tasten-Legende Jon Lord WHITESNAKE verließ und wieder zu DEEP PURPLE zurückkehrte, um mit der Band an dem Comeback der Mk.IV-Besetzung "Perfect Strangers" zu arbeiten. Schlagzeuger Ian Paice nahm er selbstverständlich mit.

"Live In 1984 - Back To The Bone" ist ein Album für Sammler und Komplettisten. Anhänger der frühen WHITESNAKE werden sich darüber ärgern, wie Sykes über die heiß verehrten alten Stücke herfällt (wobei ihm Lord in dem abschließenden Medley deutlich besser Paroli bieten kann und dadurch eine leichte Reminiszenz an die Gitarren - Keyboard-Duelle früherer DEEP PURPLE-Tage mit Ritchie Blackmore heraufbeschwört). Fans der metallischen Ausrichtung werden mit den aus ihrer Sicht zu bluesigen Kompositionen wohl nicht allzu viel anfangen können. Und audiophile Fans guter Rockmusik werden vom Klang der Aufnahmen vergrätzt. Insofern sind alle Interessierten gut beraten, zunächst einmal in das Album hineinzuhören, bevor sie über den Erwerb entscheiden.

Marc Langels, 03.11.2014

 

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