Whitford/St. Holmes

Reunion

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.07.2016
Jahr: 2016
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Whitford/St. Holmes
Reunion, Mailboat Records, 2016
Derek St. HolmesGesang & Gitarre
Brad WhitfordGitarre
Chopper AndersonBass
Troy LuckettaSchlagzeug
Produziert von: Brad Whitford & Derek St. Holmes Länge: 37 Min 08 Sek Medium: CD
01. Shapes06. Catch My Fall
02. Tender Is The Night07. Shake It
03. Rock All Day08. Gotte Keep On Movin'
04. Hot For You09. Flood Of Lies
05. Hell Is On Fire

Bei seiner Band AEROSMITH steht Gitarrist Brad Whitford im Schatten der “toxic twins” Steven Tyler (Gesang) und Joe Perry (Lead-Gitarre). Und da der Erstere kürzlich das Ende der legendären Rock-Band ankündigte, war es an der Zeit, dass sich Whitford an seine eigene Vergangenheit erinnerte. Und da kommt Derek St. Holmes ins Spiel, der ja als Sänger der Ted Nugent Band auch eher ein Dasein im übergroßen Schatten eines Egomanen fristet. 1981 hatten Whitford und St. Holmes schon einmal zusammengearbeitet – nun ist die Zeit reif für eine “Reunion“.

Dass diese beiden Musiker mehr als 40 Jahre Erfahrung im Musik-Geschäft haben hört man dieser Scheibe zu jeder Sekunde an. Hier sitzen die Riffs, Whitford darf zudem auch mal zur Abwechslung zeigen, dass er ein sehr guter Solist ist und St. Holmes singt für sein „fortgeschrittenes“ Alter mit ordentlich Power und vor allen Dingen einem feinen Händchen für einprägsame Melodien. Dabei beackert das Duo das gesamte Feld der klassischen Rock-Musik bis hin zu kleinen Schlenkern in Richtung Country (Tender Is The Night).

Aber am stärksten agiert die Kombination natürlich dann, wenn die Gitarren von der Leine gelassen werden. Gewisse Parallelen insbesondere zu den Songs von AEROSMITH bleiben hier natürlich nicht aus. Angesichts der Tatsache, dass die „Luftschmitze“ in den vergangenen fast schon Jahrzehnten aber eher durch Inaktivität glänzten ist das dann ja eher etwas Positives als ein Kritikpunkt. Zumal sich Whitford wie etwa in Hot For You (rockt ähnlich lässig wie auf dem Debüt die Whiskey Woman) eher als der Gralshüter der 70er Jahre-Version seiner Band erweist und nicht an die Balladen-getriebenen Chart-Erfolge der 80er und 90er Jahre anknüpft.

Wer sich jetzt also – vollkommen zu Recht – mit dem Gedanken trägt, dieses Qualitätswerk amerikanischer Rockmusik zu erwerben, der sollte genau hinschauen, denn es gibt das Album auch zusammen mit dem ersten, absolut empfehlenswerten, gemeinsamen Werk der beiden Musiker als Bonus-CD. Und spätestens da sollte es dann kein Halten oder Zweifeln mehr geben. Und wenn man das gute Teil dann endlich zu Hause hat, dann ab in den Player, bei der Regulierung der Lautstärke nicht zu zimperlich sein und dann eine feine Rock’n’Roll-Party in den eigenen vier Wänden feiern – auch ruhig mal ohne Gäste.

Marc Langels, 10.07.2016

 

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