Wild Willie And No Big Deal

Boogie Station

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.08.2004
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Wild Willie & Big Deal
Boogie Station, Eigenvertrieb, 2004
Boogie Station, Eigenvertrieb, 2004
Willie Lead & Backing Vocals, Acoustic Guitar (I Want To Be Free)
Pate Electric Guitars, Backing Vocals, Acoustic Guitar (Big Black Cadillac)
Läde Bass Guitars, Backing Vocals, Acoustic Guitar (Anybody Home?, You're Bad, Ain't Nobody & 18 Wheeler)
Ronski Drums
Timo M. Keyboards
Produziert von: Wild Willie & Big Deal Länge: 43 Min 30 Sek Medium: CD
1. Wild Willie Is Back In Town9. Ain't Nobody
2. Turn On Your Radio10. Doctor On The Line
3. Anybody Home?11. Pills
4. Big Black Cadillac12. Blue River
5. Marie, Marie13. Coolest Cat In Town
6. You're Bad (Down To Your Bone)14. 18 Wheeler
7. Try Me15. I Want To Be Free
8. Running Wild

Da hat der Kollege Schmidtlein bestimmt einige Fässer Weißbier gen Norden gerollt, damit sein Name im Booklet einer CD namens "Boogie Station" aufgelistet wird. [No! Die beiden Begriffe sind nunmal untrennbar miteinander verbunden - Fred's on the boogie train!]
Geändert hat sich musikalisch dadurch nichts, bei der finnischen Rock'n'Roll Combo, denn die sind, wie bereits erwähnt, trinkfest.
Somit bleibt, auch wenn der "Big Deal" wohl noch eine Weile auf sich warten lassen wird, das "No" im Namen der Band gestrichen und gerockt wird weiterhin in bester 50's Tradition.
Das zeigt schon die Ankündigung Wild Willie Is Back In Town an, bei der ein STRAY CAT Rockabilly, komplett mit Stand Up-Bass und Gang-Vocals, den Zug aus dem Boogie-Bahnhof abrollen lässt. Kaum zwei Minuten später verkündet die Schaffnerin: Turn Your Radio On und offensichtlich sind wir irgendwo bei Nashville, denn die Country-Licks twangen sich massiv aus der Gitarre von Pate, während im Führerhaus wohl Dave Edmunds gerade den Druck erhöht.

Nach weiteren drei Minuten kommt wohl eine Steigung, denn der Rhythmus wird etwas schwerfälliger, aber so, dass er einen in wohliges Schaukeln versetzt und während ich gerade "I'm the wanderer..." in meinem Abteil trällere, klopft Willi an die Tür und fragt: Anybody Home?
Aha, anscheinend geht's wieder bergab; gute Gelegenheit für ein kleines Wettrennen mit diesem Big Black Cadillac in dem Brian Setzer mit seinen Kumpanen cruised.
Mir egal, denn ich hab gerade 'ne Menge Spaß mit Marie, Marie, der Ex von Shakin' Stevens, die immer noch klasse aussieht und sich mit neu gewonnenen Drive auch prima anhört. Der eifersüchtige Wild Willie steht inzwischen an der Bar, erzählt was von You're Bad (Down To The Bone) und crooned bald besser als Chris Isaac das könnte.
Tja, mein Try Me hat besser gewirkt. Die Wirkung so eines Rock'n'Roll Songs auf kleine Mädchen hat Jerry Lee Lewis schon vor 50 Jahren erprüft und das funktioniert auch heute noch - selbst wenn kein Klavier dabei ist.

Oh Gott, die Stray Cats haben aufgetankt und treiben das Tempo aber gewaltig nach oben. Running Wild gibt der Gitarrist von Wild Willie unserem Eisenpferd Zunder und mit Mühe schaffen wir den Bahnübergang vor den Katzen. Wenn der Willie nicht so eine Elvis-Stimme hätte, hätte es vielleicht nicht gereicht.
Das gibt uns Luft für ein enges, schleichendes Tänzchen denn there Ain't Nobody der uns stören könnte.
Denkste! Kaum sind vier Minuten um, schlappt doch der Dr. Feelgood mit seiner Bande rein und schon heißt es: Doctor On The Line und sie hämmern uns ihren Pub-Rock vor den Latz.

Wo sind meine Pills? Led Zep's Rock'n'Roll-Drum-Intro rattert und die Krankenschwester rauscht auch schon den Gang entlang (Hey, Süße, vergess' den Kaffe nicht!) mit der bewährten Medizin, die ja schon Bo Diddley genauso gut geschmeckt hat wie den NEW YORK DOLLS.
So versorgt können wir etwas gemächlicher den Blue River überqueren und auch die Musik im Zug erzeugt ein paar blaue Noten.
Langsam kommt die Stadt wieder in Sicht, also angebracht denen zu erzählen wer die Coolest Cat In Town ist. "Willie, könntest Du das mal eben erledigen? Nehm Dir die Stray Cats dazu und vielleicht so einen Fishnet Stockings Beat, dann werden sie's schon schnallen". Danke.

Kurz vor dem Bahnhof legt sich doch so ein countryfizierter Typ mit seinem 18 Wheeler noch mal mit uns an und mit seinem furios rollenden Karren bringt er uns ganz schön ins Schwitzen. Da hat selbst unser Pate ganz schön zu schaffen um den mit seinen sechs Saiten noch zu kriegen - aber er schafft's mit einer Lawine von rasenden Licks.
Puh, mir langt's. Mit einem langsamen I Want To Be Free verlasse ich zusammen mit den Herren Leiber und Stoller den Wagon. Die akustischen Gitarren die dazu auf dem Bahnsteig erklingen tun mir gut, doch als ich den Ticketschalter passieren will, wirbel ich doch herum und hol mir den Fahrschein für die nächste Rundfahrt.
Hey Willie - let's rock again!

Epi Schmidt, 05.08.2004

 

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