William Elliott Whitmore

Radium Death

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.04.2015
Jahr: 2015
Stil: Americana

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Redakteur(e):

Frank Ipach


William Elliott Whitmore
Radium Death, Anti, 2015
William Elliott WhitmoreVocals, Guitars, Banjo
David ZollerPiano, Organ, Harmony Vocals
Zach Westerdahl, Pete BiasiBass
Mike Shulte, Brian CooperDrums
Stephen HowardElectric Guitar
Blake ShawStandup Bass
Roger MillerPedal Steel
Produziert von: Luke Tweedy Länge: 35 Min 51 Sek Medium: CD
01. Healing To Do06. Don't Strike Me Down
02. Civilisations07. Can't Go Back
03. Trouble In Your Heart08. South Lee County Brew
04. A Thousand Deaths09. Have Mercy
05. Go On Home10. Ain't Done Yet

Braucht man Strom zum Überleben? Nicht unbedingt. Doch um sein seelisches und künstlerisches Gleichgewicht in Waage zu bringen, suchte sich William Elliott Whitmore, der bärtige Farmer aus Iowa, für sein neues Album eine Steckdose. Rein musikalisch betrachtet kam der Roots-Folk Barde bekanntermaßen bislang ohne Strom ganz prächtig aus.

Um der fortwährenden Gleichförmigkeit zu entkommen, setzte sich Whitmore mit diversen elektrischen Gitarren und Amps auseinander, fuhr mit seinem produzierenden Cousin Luke Tweedy nach Iowa City, lud ein paar Kumpels ein und nahm "Radium Death" auf.

Elliotts verwitterte Stimme, die erstaunlicherweise so gar nicht nach einem Thirty Something klingt, bleibt natürlich dieselbe, sein geliebtes Banjo pluckert gelegentlich auch noch über die Felder. Doch wir vernehmen bei einigen der Tracks eine volle Rockband-Besetzung, samt Knurr-Bass und Schepper-Schlagzeug, sowie gelegentlicher Pedal-Steel Verschönerung oder torkelnder Orgel.
Das klingt dann ganz angenehm nach einer Garagen-Band in Feierabendstimmung. Ungefiltert dringt der krächzende Sound durch den bröckelnden Mörtel der Garagenwand. Down In The Flood beispielsweise klingt nach einer bierseligen Liaison zwischen revitalisierten Rolling Stones und den wieder auferstandenen Uncle Tupelo, die sich am frühen Abend ein paar alte The Band Platten während des Barbecue angehört haben.

Whitmore, der Naturbursche, setzt zwar weiterhin auf urwüchsigen Folk, Country und Gospel, sitzt nun aber nicht mehr nur alleine auf dem Strohballen, sondern peppt seine Ideen mit Rock-Attitüde auf. Seine Gedanken kreisen weiterhin ums gesunde Überleben in unserer in die Knie gezwungenen Welt. Whitmore besitzt angesichts seiner neuen Platte offenbar genügend Stehvermögen, um den Niedergang - zumindest im Kleinen - zu verhindern. Gemäß seinem Motto: "Times can change/and I hope that I can too/This world is strange/I guess we’ve all got some healing to do," sollten wir uns für den morgigen Tag schon mal eine gute Tat überlegen.

Frank Ipach, 14.04.2015

 

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