Willie Nile

House Of A Thousand Guitars

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Rock

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Willie Nile Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Willie Nile
House Of A Thousand Guitars, Blue Rose Records, 2009
Willie NileVocals, Guitars, Piano, Pump Organ
Andy YorkGuitars, Backing Vocals
Steuart SmithGuitars, Piano, Pump Organ
Brad AlbettaBass
Rich PaganoDrums, Percussion, Backing Vocals
Frankie LeeDrums, Backing Vocals
Brian MitchellOrgan, Piano
Stewart LermanBass, Guitar
Rob MorsbergerStrings
Christopher HoffmanCello
Charlie ElgartOrgan
Hirsh Gardner, Trace Gardner, Michela GardnerBacking Vocals
Produziert von: Willie Nile, Andy York, Brad Albetta, Stewart Lerman, Frankie Lee Länge: 52 Min 25 Sek Medium: CD
01. House Of A Thousand Guitars07. Give Me Tomorrow
02. Run08. Magdalena
03. Doomsday Dance09. Little Light
04. Love Is A Train10. Touch Me
05. Her Love Falls Like Rain11. The Midnight Rose
06. Now That The War Is Over12. When The Last Light Goes Out On Broadway

Willie Nile, der vor wenigen Wochen sein 61. Lebensjahr vollendete und sein Albumdebut bereits 1980 gab, wird gemeinhin als 'Songwriter's Songwriter' tituliert, genießt also vielerorts eine hohe Reputation, verkauft seine Alben aber leider nur in überschaubaren Stückzahlen, teilt somit das Schicksal so einiger guter Artisten im Strudel des Rock'n'Roll Business.

Jetzt hat der aus Buffalo (New York) stammende Sänger und Gitarrist, nach seinem hoch gelobten 2006er "Streets Of New York" Album, ein weiteres kleines Juwel veröffentlicht, das unser lieb gewonnenes Blue Rose Label in Deutschland unter die Rock-Gemeinde bringen möchte. Und, Leute, hört genau hin, die Lobeshymnen der namhaften Kollegen, seien es Lucinda Williams, Lou Reed, Ian Hunter, Graham Parker et al, kommen nicht von ungefähr. Der Mann kann's in der Tat.

"House Of A Thousand Guitars" ist ein vitales, energiestrotzendes, enorm kurzweiliges, im klassischen Ton gehaltenes 12-Song-Paket, das mit dem eröffnenden Titelsong gleich unser aller gemeinsame große Liebe, die Rockmusik, als Refugium der Glückseligkeit, als Allheilmittel, als legale Droge apostrophiert. Recht so, Willie, diesem Pfad können wir alle bedenkenlos folgen.
Druckvolle Gitarren, ein Chorus, den Bruce Springsteen kaum besser hätte inszenieren können, bahnt sich dieser fulminante Titelsong unweigerlich seinen Weg direkt in die Herzen der Hörer. Simpel zwar, aber tadellos rockend und mit dem gewissen Etwas ausgestattet, das schließlich mitreisst und dir bei entsprechender Lautstärke den Kopf verdreht.

Die beiden folgenden Tracks, Run, dessen Chorus an Tom Pettys Handschrift gemahnt, und das brodelnde Doomsday Dance, das einem Ian Hunter auch gut zu Gesichte stehen würde, sorgen für eine aufgekratzte Stimmung und taugen für jeden Rock'n'Roll Dancefloor. Große Klasse.
Während sich auf diesen ersten drei Tracks Willie Nile mit dem ehemaligen John Mellencamp Spezi Andy York an der Gitarre im wahrsten Sinne des Wortes verstärkt, tritt in den folgenden, etwas flächiger und weniger vehementen Titeln der gute alte Steuart Smith (EAGLES, Rodney Crowell, Shawn Colvin, Mary Chapin Carpenter) in den mit reichlich Hall umkränzten Fokus.

Es herrscht eine wohltuende Ausgewogenheit zwischen packenden Rocknummern und den eher Pop-affinen BYRDS meet BEATLES Nummern, zumal neben den wechselnden Gitarristen, auch jeweils die Drummer ausgetauscht werden. Rich Pagano treibt die Rock-Knaller voran, und Frankie Lee, der Willie Nile auch bei einigen Songs als Co-Autor unterstützte, konzentriert sich eher auf die leicht zurück genommenen Drum-Parts. Willie Nile selbst kann sich nach wie vor seine stimmliche Anlehnung an Bob Dylans Gesangmanierismen nicht immer verkneifen, bewegt sich gleichsam locker und stilvoll und stets souverän im großen Spannungsfeld zwischen all den großen Songschmieden, die da heißen Bob Dylan, Tom Petty, Bruce Springsteen und Ian Hunter.

"House Of A Thousand Guitars" zeigt sich als uneingeschränkt zu empfehlende, gut gewürzte Rock-Mischung, mit zwölf tollen, Lust und Laune vermittelnden Songs, lässt somit kaum Wünsche offen und mehrt die Pluspunkte auf Willie Niles Songwriter-Konto.

Frank Ipach, 27.06.2009

 

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