Willy Clay Band

EP

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.08.2007
Jahr: 2007

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Willy Clay Band Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


EP, Blackstone Records, 2007
Tony Björkenvall Vocals, Guitars, Mandolin
Björn Pettersson Vocals, Bass
Reine Tuoremaa Vocals, Acoustic Guitar
Örjan Mäki Guitar, Lap Steel, Dobro
Fredrik Elenius Drums
Gäste:
Morten Gustavsen Pedal Steel
Tine Valand Vocals
Produziert von: Kai Andersen & Willy Clay Band Länge: 17 Min 07 Sek Medium: CD
1. Hollow4. Long May Run
2. The Miner5. Soldier
3. All My Tears

Dass sich unsere europäischen Nachbarn aus Schweden immer wieder mal mit exquisiten Musikern hervortun, darf man wohl seit langem nicht mehr als Neuigkeit verkaufen. So verwundert es nun auch nicht, dass eine gestandene Roots-Rock/Country-Kapelle aus Kiruna/Nordschweden einen sehr ansprechenden Genre-Mix vorlegt, der in Form einer 5-Song-EP daherkommt.

Nach ihrem vielerorts gelobten Debut "Rebecca Drive" (aus 2005), welches in den USA von niemand geringerem als Will Kimbrough produziert wurde und sich auf die tatkräftige Mithilfe klangvoller Namen wie BAND-Keyboarder Garth Hudson und Pedal-Steeler Bucky Baxter verlassen durfte, ziehen es die selbstbewussten Schweden vor, 2007 in Eigenregie zu reüssieren. Die Studioarbeiten für diese eingeschobene Momentaufnahme fanden in Norwegen statt.

Zwei der fünf Tracks sind jedoch 'live in concert' eingespielt, wobei hier neben den sonst üblichen Eigenkompositionen auf Fremdmaterial von Neil Young (ein galloppierendes Long may you run) und Julie Millers All my tears zurückgegriffen wird. Die Schweden zeigen sich hier als kompetente Interpreten, die wissen, wo ihr gepflegter Eklektizismus wurzelt.

Mehr als nur ein anerkennendes Aufhorchen verdanken wir allerdings eher den beiden neuen, eigenen Titeln:
Hollow, ein Steve Earle-getränkter Up-Tempo-Song, der mit EAGLES-geschulten Harmony-Vocals und dem gewissen Ohrwurmcharakter aufwartet, sowie The miner, das einem aufgrund der frappierenden Nähe zu Steve Earles Stimme in dessen "I Feel Alright" bzw. "El Corazon"-Phase zurückversetzt. Hier vereinen sich Talent und musikalische Zielstrebigkeit zu einem spritzigen und süffigen Cocktail.
Das abschließende Soldier (von ihrem Debütalbum) überrascht in der Neuauflage mit einem 'stripped down'-Arrangement und einem intensiven Gesangsduett zwischen Tony Björkenvall und Tine Valand.
Eine durchaus kurzweilige und unterhaltsame Viertelstunde, die für den nächsten Longplayer einiges erwarten lässt.

Frank Ipach, 03.08.2007

 

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