Wishbone Ash

Bare Bones

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.03.2006
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Wishbone Ash
Bare Bones, Sanctuary Records, 2005 (1999)
Andy Powell Vocals, Acoustic Guitar, Mandolin
Mark Birch Vocals, Acoustic Guitar
Bob Skeat Bass, Backing Vocals
Ray Weston Drums
Thomen Stauch Drums
Morwena Lasko Violin
Paul Moran Hammond Organ, Piano
Mick Parker Accordion
Glen LeFleur Percussion
Ray Weston Drums
Giles Hedley Harmonica
Produziert von: Andy Powell Länge: 49 Min 56 Sek Medium: DualDisc
CD Side:
1. Wings Of Desire7. Baby Don't Mind
2. Errors Of My Mway8. Living Proof
3. Master Of Disguise9. Hard Times
4. You Won't Take Me Down10. Strange Affair
5. Love Abuse11. Everybody Needs A Friend
6. (Won't You Give Him) One More Chance
DVD Side:
Entire Album in 5.1 Multichannel Surround and StereoPhotopgraphs
"Wishbone Ash: Trail Of Evolution" Band TimelineROM Content
Band Member Biographies

Mehr Wiederaufbereitungen als bei den Gründervätern der Doppeldeckersoli gibt's wohl bei kaum einer Band [doch, GRATEFUL DEAD und die ALLMAN BROTHERS; Red], aber auch die Umdrehungen des Personalkarussells von WISHBONE ASH dürften rekordverdächtig sein.
Von allen Besetzungen, abseits vom Original Line-up - und da gab es nicht nur Glanzzeiten - ist mir eine der liebsten die mit Mark Birch an der zweiten Gitarre und Gesang. In jener Besetzung, zu der noch Bob Skeat und Ray Weston gehörten, wurde 1999 das Album "Bare Bones" eingespielt und das gehört sicherlich zu den angenehmsten ASH-Veröffentlichungen der letzten Jahrzehnte.
Angenehm ist es natürlich auch zu hören, nicht zuletzt, da man hier ausschließlich akustisch an die Songs herangegangen ist. Und das äußerst geschmackvoll!

Mit Errors Of My Way hat man sich ganz bis zum ersten Album zurückerinnert und durch das Akkordeon von Mick Parker und der Violine von Lewis Gibson schaukelt der Titel anrührend wie ein Boot über die irische See. Ich war ja schon immer der Ansicht, dass die Stimmen von Andy Powell und Mark Birch hervorragend harmonieren und das beweisen sie hier erneut und können damit problemlos mit den Originalvorlagen mithalten.
Ganz klasse kommt Strange Reviews, welches durch Dobro und Mundharmonika ungeahnte Blueswurzeln offenbart. Vom Album gleichen Namens (1991) stammen das bluesige Hard Times und Wings Of Desire, das als Opener gleich für die richtige Stimmung sorgt und mit seinem Folk-Charakter etwas an George Harrison erinnert.
Für mich gehörte "Just Testing" schon immer zu den besten Alben der Band und die Akustikversionen von Master Of Disguise und vor allem von Living Proof zeugen erneut von der Qualität der Songs. Dem letzteren hat man ein gänzlich anderes, folkig-balladeskes Gewand verpasst und trotzdem die Spannung gehalten. Selbst das Fehlen des charakteristischen, powervollen Breaks wird mühelos "überspielt".
Schmissiger Country-Folk wird bei Baby Don't Mind geboten, während man bei (Won't You Give Him) One More Chance eher in die Folk-Pop Ecke zielt und da mit manchem Crosby, Stills & Nash Song konkurriert, bzw. nahe an Bands wie MEDICINE HEAD agiert. Hoffnungslos altmodisch also - und wunderschön!
Schön ist es auch, wieder mal Everybody Needs A Friend vom Album "Wishbone Four" zu hören. Für das sahnige Solo wird dann doch einmal die E-Gitarre gezückt.

Ein wirklich gut gemachtes Album, auf dem die alten Songs hervorragend neu arrangiert wurden und das manchen Abend stimmungsvoll ausklingen lassen dürfte.
Warum aber erscheint es ein weiteres Mal?
Ganz einfach: Da hat man nun eine DualDisc draus gemacht und eine DVD auf die Rückseite "gepappt". Merkt man schon am Gewicht, und auf dieser "DVD Side" findet sich dann das gesamte Album noch mal in 5.1 Multichannel Abmischung und mit ein paar Bonusgeschichten wie Geschichte, Biografien etc. versehen.
Nicht schlecht, aber nix was den erneuten Kauf rechtfertigen würde. Wer "Bare Bones" allerdings noch nicht hat, der sollte sich mal überlegen, ob da nicht eine Lücke in seiner WISHBONE ASH Sammlung existiert.

Epi Schmidt, 03.03.2006

 

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