Witchfynde

Give 'em Hell

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.09.2021
Jahr: 2021
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 49:22
Produzent: Witchfynde

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Plattenfirma: High Roller Records/Soulfood

Promotion: Sure Shot Worx


Redakteur(e):

Ralf Frank

Titel
01. Ready to Roll
02. The Divine Victim
03. Leaving Nadir
04. Gettin' Heavy
05. Give 'em Hell
 
06. Unto the Ages of the Ages
07. Pay Now - Love Later
08. The Devil's Gallop
09. Tetelestai
10. Wake Up Screaming
Musiker Instrument
Steve Bridges Vocals
Trevor 'Montalo' Taylor Guitars
Andro Coulton Bass
Graham 'Gra' Scoresby Drums

Ihr offizielles Debut gaben WITCHFYNDE 1979 mit der Single Give ‘em Hell (B-Side: Gettin' Heavy) auf Round Records (aka Rondolet) und tauchten somit tief in die aufbrandende NWOBHM ein, aber ihre Entstehung fand bereits einige Jahre zuvor, 1973 in Mansfield, Nottinghamshire statt.
Anfangs noch eine reine Coverband hatte man bis 1976 ein komplettes Set aus eigenen Stücken erarbeitet, wovon sich sieben auf dem The Lost Tapes“ Album finden lassen.

Stilistisch war man zu der Zeit aber noch weit weg von der späteren Heavy Metal Ikone und so musste für das Longplay Debut neues Material her. Aus technischen Gründen schafften es dann letztendlich nur sieben von elf Songs auf das Album, wobei es einen weiteren, sog. Hidden Track am Ende der B Seite gibt, der sich als The Devils Gallup entpuppt.
Dieser Song sowie die beiden damals aussortierten Tracks Wake Up Screaming und das hörbar noch aus der Frühzeit der Band stammende Tetelestai wurden der Neuveröffentlichung des Albums als Bonustracks beigefügt.

Mancher wird sich jetzt vielleicht fragen, wozu diese Edition überhaupt nötig ist, denn dieses Package gab es ja in diesem Jahrtausend bereits als erweiterte und remasterte Version bei Cherry Red Records und wurde vor einigen Jahren dort erst wieder neu aufgelegt.
Die hier vorliegende Version von High Roller Records nennt sich nun hochtrabend „Ultimate Deluxe Edition“ was natürlich eine gewisse Erwartungshaltung hervorruft.
Die Tracklist unterscheidet sich schon mal nicht, einzig eine spezielle Audio-Restauration und Remastering von Patrick W. Engel wird hier in die Waagschale geworfen. Inwieweit dadurch eine essenzielle Verbesserung erreicht wird, kann nur ein direkter Vergleich zeigen.

Um das Argument mit der Deluxe Version zu unterstreichen, haben HRR der CD ein schickes Booklet, ein Slipcase und ein ausfaltbares Miniposter mit der Coverart gegönnt sowie auch die CD liebevoll mit dem original LP Label versehen.
Insofern ist das Ganze schon durchaus stimmig aber für eine sog. "ultimative" Edition hätte es schon etwas mehr bedurft, vielleicht ein Digipak oder z. B. die zwei noch fehlenden Tracks
Why Dontcha und Twilight Lady, die nur auf dem "Live Sacrifice"-Album enthalten sind als weitere Boni. So aber wird es das Re-Release schwer haben, sich gegenüber der vorherigen Version abzusetzen.

Wer diese bzw. überhaupt eine Veröffentlichung bisher nicht besitzt oder nur seine alte Vinyl Version in den wohlverdienten Ruhestand entlassen möchte, der ist hier natürlich goldrichtig, denn “Give ‘Em Hell“ zählt immerhin zu den Klassikern der NWOBHM und sollte auf die ein oder andere Weise in keiner ernsthaften Metal Sammlung fehlen.
Das gilt aber auch zumindest für die beiden Nachfolgealben und mit Abstrichen auch für das damals vierte und letzte Output der Band, die sich zum Jahrtausendwechsel wieder vereinigt haben und nach wie vor unterwegs sind und seitdem auch wieder neue Alben veröffentlichen.

In diesem Sinne: Give ‘em Hell!

 

 

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