Within Temptation

Resist

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.02.2019
Jahr: 2019
Stil: Symphonic Metal
Spiellänge: 47:43
Produzent: Daniel Gibson & Within Temptation

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Plattenfirma: Universal Music

Promotion: Promotion Werft


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

In Flames

Korn

Titel
01. The Reckoning
02. Endless War
03. Raise Your Banner
04. Supernova
05. Holy Ground
 
06. In Vain
07. Firelight
08. Mad World
09. Mercy Mirror
10. Trophy Hunter
Musiker Instrument
Sharon den Adel Gesang
Stefan Helleblad Gitarre
Jeroen Van Veen Bass
Ruud Jolie Gitarre
Robert Westerholt Gitarre
Martijn Spierenburg Keyboards
Mike Coolen Drums
Gastmusiker:
Jacoby Shaddix Gesang
Jasper Steverlinck Gesang
Anders Fridén Gesang

Die Niederländer WITHIN TEMPTATION sind wohl die erfolgreichste symphonische Metal-Band neben NIGHTWISH. Seit mehr als 20 Jahren stehen die Mannen um Frontfrau Sharon den Adel für düstere Metal-Hymnen, die weltweit ihre Hörer und leidenschaftlichen Fans finden. Nach fünf Jahren Wartezeit seit dem letzten Werk “Hydra“ legt die Band – mit etwas Verzögerung – nun ihr siebtes Studio-Album namens “Resist“ vor. Eigentlich hatte es schon parallel zur Tournee im November und Dezember erscheinen sollen, wurde dann aber noch einmal um ein paar Wochen verschoben. Nun liegt es endlich vor und zeigt einmal mehr, dass sich WITHIN TEMPTATION nicht mit dem bisher Erreichten zufrieden geben. Und das gilt insbesondere für das musikalische.

(c)SetVexy / Copyright: SetVexy, zur Verfügung gestellt von Promotion Werft

Denn obgleich “Resist“ natürlich die Grundmerkmale – man könnte auch sagen die musikalische DNS – der Band nach wie vor transportiert, so merkt man der Band auch den bewussten versuch an, ein neues Spektrum für sich zu öffnen, wohl auch um einer gewissen Routine gar nicht erst anheim zu fallen, sondern weiterhin neu und spannend zu klingen. Dafür haben sie in einzelnen Liedern, wie etwa dem Opener und der ersten Single The Reckoning, elektronische Klänge integriert, die der Musik einen neuen (leichten Dub Step-inspirierten) Vibe geben, den man so eben noch nie bei WITHIN TEMPTATION gehört hatte. Und auch im weiteren Verlauf der Scheibe fällt auf, dass die Niederländer eher die elektronischen Klänge statt der Gitarren-Sounds in den Mittelpunkt dieser Scheibe gestellt haben. Ich bin mir sicher, das wird bei Teilen der Anhänger nicht zu 100 Prozent auf Gegenliebe stoßen.

Denn selbst bei Liedern wie Raise Your Banner, bei denen man die Gitarren noch hören kann, gehen sie eher etwas im Hintergrund unter. Das soll allerdings nicht unbedingt als Abwertung der Scheibe verstanden werden, sondern eher als Hinweis für diejenigen, die sich eine „klassische“ Symphonic Metal-Scheibe mit jeder Menge krachender Riffs erwarten. Denn der Klang passt sehr gut zu dem post-apokalyptischen Szenario und Ambiente, das sich Sharon den Adel und Robert Westerholt für die Lyrics ausgedacht haben. Eine Parabel über Widerstand, Tapferkeit, Aufrichtigkeit und die Fähigkeit, diese Charakter-Eigenschaften auch dann noch zu bewahren, wenn es so aussieht, als wäre der Gegner übermächtig.

Zu ihrem neuen musikalischen Ansatz meint den Adel: „“Resist“ ist ein echter Meilenstein für uns. Ohne “Resist“ wäre WITHIN TEMPTATION nicht mehr hier. Bei diesem Album haben wir uns von moderner Musik inspirieren lassen und dem Ganzen dann ein eigenes Gesicht gegeben – ein sehr düsteres Gesicht. Manchmal hat man das Gefühl, dass der heutigen Popmusik das Rebellische fehlt. Unser wichtigstes Anliegen war es deshalb, Teile aus Musikstücken zusammenzutragen, die uns gefielen und diesen so stark wie möglich eine raue Note zu verpassen – und damit eine überraschend neue musikalische Welt zu erschaffen, die heftiger, schmutziger und futuristischer als alles ist, was wir bisher kreiert haben. “Resist“ ist unsere neue Interpretation von Metal: Wir wollen moderner Musik ihre rebellische Seite zurückgeben.”

Ob die Hinwendung zu überwiegenden Synthesizer- und Keyboard-Sounds und meist elektronischen Schlagzeug-Sounds unbedingt als „rebellisch“ im Kontext des Metal aufgefasst werden muss, das darf man dann doch ein wenig in Zweifel ziehen. Nicht zuletzt hatten ja die NuMetaler KORN schon vor einigen Jahren ihrem Sound mit Dub Step-Elementen eine entsprechendes „Facelifting“ verpasst. Und zudem bewegen sich WITHIN TEMPTATION manches Mal sehr nah an Klängen, die man ähnlich auch schon von Pop-Künstlern wie Miley Cyrus (Supernova, Holy Nova, In Vain oder Firelight) gehört hat. Wie gesagt, das ist sicherlich sehr gut gemacht, wird aber nicht in jedem Fall auf ungeteilte Zustimmung bei den Anhängern treffen. Was “Resist“ also zumindest einmal ist, das ist ein mutiges Album, eines, bei dem die Band ihrer musikalischen Vision folgt und sich nicht nur reproduziert. Und davor muss man den imaginären Hut ziehen. Und für mich rein persönlich gilt: obwohl mir Hymnen wie Ice Queen, Stand My Ground, The Howling, Shot In The Dark oder Let Us Burn hier ein wenig fehlen und obwohl ich auch sehr auf verzerrte und bombastische Gitarren-Sounds stehe, so finde ich ist “Resist“ ein überzeugendes, wundervolles und spannendes Album geworden, das dem bisherigen Schaffen der Band eine weitere Facette hinzufügt, gerade eben auch weil es nicht so klingt wie die bisherigen Platten der Band.

 

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