Wytch Hazel

III: Pentecost

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.10.2020
Jahr: 2020
Stil: Classic Rock
Spiellänge: 42:55
Produzent: Ed Turner

Links:

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Plattenfirma: Bad Omen Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Black Sabbath

Blue Öyster Cult

Deep Purple

Fleetwood Mac

Ghost

Iron Maiden

Judas Priest

Jethro Tull

Led Zeppelin

Saxon

Thin Lizzy

Wishbone Ash

Titel
01. He Is The Fight
02. Spirit And Fire
03. I Am Redeemed
04. Archangel
05. Dry Bones
 
06. Sonata
07. I Will Not
08. Reap The Harvest
09. The Crown
10. Ancient Of Days
Musiker Instrument
Colin Hendra Gesang & Gitarre
Alex Haslam Gitarre
Andy Shackleton Bass
Jack Spencer Schlagzeug

Die 1970er Jahre waren ein großartiges Jahrzehnt für die Rockmusik. Einige der großartigsten Bands wie DEEP PURPLE, BLACK SABBATH, LED ZEPPELIN, THIN LIZZY oder auch KISS hatten ihre besten und erfolgreichsten Jahre. Zudem entwickelte sich gegen Ende der 70er im Untergrund schon eine Welle mit vielversprechenden neuen Bands, die in den 80er Jahren voll durchstarten würden wie IRON MAIDEN, SAXON, JUDAS PRIEST etc. Und auch, wenn diese glorreichen Zeiten bereits mehrere Dekaden zurückliegen, so kann man ihre Nachwirkungen doch auch noch in heutigen Bands zu hören und spüren, wie am offensichtlichsten bei  den Amerikanern GRETA VAN FLEET aber eben auch bei den Briten WYTCH HAZEL.

(Foto: Sam Scott Hunter)

Denn in den fast zehn Jahren seit ihrer Gründung hat die Band aus Lancashire mit ihrem mittelalterlich beeinflussten Auftreten und ihrem zeitverzerrtem Proto-Metal und Hard Rock eine Nische für sich geschaffen. Dabei orientieren sich die vier Musiker insbesondere an Bands wie THIN LIZZY, WISHBONE ASH, BLUE ÖYSTER CULT und JETHRO TULL (ohne dabei allerdings auf Querflöten-Klänge zu setzen). Schon vor zwei Jahren zeigten sie das sehr packend auf “II: Sojourn“ und nun legen sie bei “III: Pentecost“ noch einmal einen oben drauf. Denn die zehn Nummern auf dem neuen Album klingen noch einmal deutlich stärker als auf dem schon ohnehin guten Vorgänger.

Dabei erinnert mich der Sound und die Stimmung mancher Songs hier ganz besonders an die Schweden GHOST. Und auch wenn etliche der Kompositionen sich hier ganz offen mit Luzifer auseinandersetzen, so sind sie aus einer Haltung der Opposition gegen den „great Deceiver“ (He Is The Fight) und fragen „why should a demon have all the glory?“ (Archangel). Aber klanglich passt nicht viel zwischen die Briten und die Schweden. Dabei umgibt die Songs allesamt eine Leichtigkeit, die den treibenden Rockern und folkigen Balladen (wie The Crown) echte Hymnen macht.

Sänger, Gitarrist und Songwriter Colin Hendra sagt dann auch zu seinem Ansatz:  „Was ich vorhatte, war ein Singalong-Album, das Album voller Hits, ein bisschen wie FLEETWOOD MAC “Rumours “. Ich dachte, ich habe viel in das zweite Album gesteckt, aber dieses Album war eine absolute Besessenheit. Jeder Aspekt musste so gut wie möglich sein. Ed (Produzent Ed Turner, Anmerkung des Verfassers) hat monatelang daran herumgebastelt. Mit den Rhythmus-Parts wird vierfach verfolgt, dann haben wir alle Lead-Parts verdoppelt, verdreifacht und vervierfacht, um diesen Klangreichtum und diese Klangfülle zu erzielen... Alle Vocals sind zweispurig, ich kann nicht ausdrücken, wie viel harte Arbeit das ist. Das letzte Album fühlt sich im Vergleich zu dem, was wir damit gemacht haben, wie ein Kinderspiel an - und ich habe nicht vor, es herunterzufahren!"

Das klingt im Zusammenhang mit einem so großartigen Album wie “III: Pentecost“ wie ein Versprechen auf die Zukunft. Aber zunächst einmal können wir uns jetzt an solchen Knallern wie He Is The Fight, Spirit And Fire, I Am Redeemed, Archangel, Dry Bones, I Will Not, Reap The Harvest, The Crown oder Ancient Of Days ausgiebig erfreuen. Man sieht es schon an der Aufzählung: auf “III: Pentecost“ ist kein einziger schwacher Song dabei, vielmehr ist es ein Album wie aus einem Guss und randvoll mit leidenschaftlichen und hymnischen Rockern, von denen man kaum genug bekommen kann, wenn man dem Sound der vier Briten einmal verfallen ist.

 

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