X Raiders

Weltschmerz ‘89

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.01.2020
Jahr: 2020
Stil: Punk Rock
Spiellänge: 38:18
Produzent: Attie Bauw

Links:

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Plattenfirma: Suburban Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Danko Jones

Foo Fighters

Slayer

Ramones

Turbonegro

Titel
01. Chop Some Wood
02. Meat Market
03. Funeral Crusher
04. Ride East
05. Ice Cream Truck
06. Fleshwolf
 
07. Wasted
08. Oedipus
09. Train Man
10. Thrust me
11. Danger Zone
12. Blood On The Beach (Bonus Track)
Musiker Instrument
Daniel „Mr. Rectum“ Polman Gesang
Guus „Gustav von Shredivarius“ van Gemert Gitarre
Jeroen „Rampage Delicious“ van der Lee Gitarre
Jaco „Jackie Flawless“ de Swart Bass
Niek „Nikki Bear“ Hubregtse Schlagzeug

Bei den X RAIDERS musste ich zunächst unwillkürlich an den Werbespot für eine bekannte Süßigkeit denken: „aus „Raiders“ wird „Twixx“ sonst ändert sich nix“. Dabei haben die fünf Niederländer so rein gar nichts mit den kleinen Süßigkeiten gemeinsam. Diese kommen immer in Zweier-Packs, die X RAIDERS sind zu fünft und ihre Musik kann man auch kaum als „süß“ beschreiben. Vielmehr steht das Quintett für deftigen, dreckigen, hart gespielten Rock ‘n‘ Roll, der seine Inspiration vorwiegend von Bands wie den RAMONES und insbesondere TURBONEGRO bezieht.

(Foto zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion)

Und so rockt schon der Opener Chop Some Wood unbändig wild aus den Boxen und geht dabei nahezu nahtlos in den Ohrwurm Meat Market über. Der anschließende Funeral Crusher ist ein abwechslungsreiches Riff-Biest und Ride East lässt erstmals auch Einflüsse aus dem extremen Metal wahrnehmen. Und trotzdem gelingt es den X RAIDERS diese sehr unterschiedlichen Elemente  zu einem stimmigen Gesamt-Sound zusammen zu bringen. Das klingt an mancher Stelle – wie etwa bei Wasted – etwas überdreht und übertrieben, aber es macht eben trotzdem wahnsinnig viel Spaß.

An manchen Stellen erinnert das Ganze allerdings dann doch ein wenig zu sehr an Kopien, wie etwa bei Ice Cream Truck, das sehr nach DANKO JONES klingt, oder aber bei Oedipus, das vom Riff über den Groove bis zur Melodieführung von den FOO FIGHTERS zu stammen scheint. Dafür entschädigen dann aber wieder solche Abfahrten wie Train Man, das sehr Speed Metal-mäßig den Hörer überfährt oder Thrust Me, das immer wieder in SLAYER-mäßige Mosh-Parts abdriftet.

Auf “Weltschmerz '89“ kombinieren die X RAIDERS so viele Einflüsse, dass man sie kaum aufzählen kann ohne im pure „name-dropping“ zu landen“. Aber das Faszinierende dabei ist das Resultat. Herausgekommen ist dabei eine Kollektion aus purem Rock-'n'-Roll - aggressiv und authentisch und jederzeit straight in your face! Der perfekte Soundtrack für einen möglichen Weltuntergang hat einen Titel und zwar “Weltschmerz '89“.

 

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