X Rated Cowboys

X-Rated Cowboys

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.12.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


X-Rated Cowboys
X-Rated Cowboys, FFN Records, 2005
Quinn Fallon Vocals, Acoustic Guitar
Andy Harrison Electric Guitars, Backing Vocals
Chris Skrobot Electric Guitar
Bob Hite Keyboards, Accordion
C. Douglas Wells Drums
With help from:
Joe Oestreich Bass, Backing Vocals
Dan Baird Acoustic & Electric Guitars, Backing Vocals, Tambourine
Phil Maneri Upright Bass (Passenger Window & Heartsick & Hellbound)
Jim Castoe Tamboruine (Twister In A Trailer Park)
Produziert von: Dan Baird, Andy Harrison & Joe Oestreich Länge: 46 Min 07 Sek Medium: CD
1. Passenger Window7. Twister In A Trailer Park
2. Low Self-Esteem & Alcohol8. W.S.W.T.
3. $100 Guitar9. 70s Porn Star
4. Just Past The Headlights10. Burning Bridges
5. Shimmer11. Happy Hour
6. Heartsick & Hellbound

Meiner Erfahrung nach: Wenn Dan Baird auf einer CD vermerkt ist, kann kaum noch was schief gehen. Ob jetzt als Interpret oder als Produzent ist egal, zumal er doch meistens mal mit in die Saiten greift und irgendwo im Hintergrund trällert.
So sitzt er natürlich auch wieder beim neuen, dem dritten Album der X-RATED COWBOYS an den Reglern.
Und die liefern ein richtig gutes Americana-Album ab, welches sich nach einigen Durchgängen zu einem Dauerläufer im Player des jeweiligen Hörers mausern könnte.

Mit Quinn Fallon hat die Band einen hochkarätigen Songwriter in ihren Reihen, auch wenn der hin und wieder zur Melancholie neigt.
Ein locker rollendes Countrystück namens Passenger Window eröffnet die Scheibe und verführt einen bereits zu näherem Hinhören. Da klingt einiges von den BOTTLE ROCKETS sowie von Neal Casal durch.
Ebenso beim nächsten Titel. Low Self-Esteem & Alcohol trägt schon deutlichste Baird-Handschrift mit seinen rockigen Gitarren und straightem SATELLITES-Country-Rock. Da fallen mir Ken McMahans DUSTERS ein - klingt recht ähnlich und ist live mit Sicherheit ein Reißer!
Und weiter geht's. Was bei den BOTTLE ROCKETS ein 1000$ Car ist, ist bei den X-RATED COWBOYS eine 100$ Guitar, und die hat dann auch etwas mehr Drive. Ein paar Vergleiche zu Chris Knight könnte man hier auch anführen.
Drei Songs sind rum und die Scheibe überzeugt schon. So muss das laufen!

Jetzt kann schon nix mehr schief gehen. Just Past The Headlights hat ein paar popige Anflüge, was dem Song aber gut steht und keineswegs banal kommt.
Also, einen prima mehrstimmigen Gesang muss man der Band, zumindest im Studio, durchaus bescheinigen. Hut ab.
Ein Midtempo-Song wie Shimmer hätte früher auch SMOKIE gut gestanden, auch wenn es hier natürlich rootsiger zugeht. Bester Radio-Stuff, bei dem man wunderbar alles um einen herum vergessen und seinen Träumen nachhängen kann.
Spät nachts in der Bar, wenn die Stühle hochgestellt werden, der Raum sich lehrt und man den letzten Whiskey langsam die Kehle runterrinnen lässt, dann braucht man einen melancholischen Titel wie Heartsick & Hellbound. Solche Barroom-Blues Songs, im Stile von Paul Westerberg, die, bei allem Weltschmerz, einem trotzdem ein bittersüßes, gutes Gefühl verleihen. Erinnert mich übrigens auch stark an Keith Richards' All About You auf "Emotional Rescue".
Bei Twister In A Trailer Park wird wieder mehr Gas gegeben, ebenso bei W.S.W.T.. Hat im ersten Fall was von SLOBBERBONE, wie auch, im zweiten Fall, von den bereits erwähnten BOTTLE ROCKETS.

Zu den letztgenannten würde auch der etwas schräge Humor von 70s Porn Star passen. Der Song selbst rockt locker dahin und würde auch einem Elvis Costello gut stehen.
Popiger erklingt Burning Bridges, das mir sehr britisch erscheint. Da ist der Schritt zu THE CURE gar nicht so groß und ein bisschen BEATLES steckt auch drinne.
So happy ist die Happy Hour gar nicht, aber doch ein schöner Country-Schunkler - mit BEATLES-mäßigem Intermezzo - zu dem man wieder locker auf dem Barhocker mitnickt.
So, und wenn Euer CD-Player vorhin 69 Tracks angezeigt hat, dann stimmt das zwar nicht ganz, wenn die ganzen "Leertitel" abgelaufen sind, ertönt der "Hidden Track" und zwar als fettester Rocker dieser Scheibe... bis er gleich darauf in einen Tex-Mex-Stampfer übergeht, dem man öfters mal das Mittelriff aus Sweet Home Alabama zwischen die Beine haut. Kein Wunder, dass dieser Titel, wie immer er auch heißen mag, einer der Favoriten im Liverepertoire der X-RATED COWBOYS ist.

Für mich gehört "X-Rated Cowboys" zu den besten Alben die das Jahr 2005 hervorgebracht hat.

Epi Schmidt, 23.12.2005

 

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