Yes

Live At Montreux 2003

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 21.04.2007
Jahr: 2007

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Live At Montreux 2003, Eagle Vision, 2007
Jon Anderson Vocals, Acoustic Guitar, Percussion
Steve Howe Guitars, Steel Guitar, Vocals
Alan Squire Bass, Vocals
Rick Wakeman Keyboards
Alan White Drums
Produziert von: Terry Shand & Geoff Kempin Länge: ca. 137 Min Medium: DVD
1. Siberian Khatru10. Show Me
2. Magnification11. Wakeman Solo Medley
3. Don't Kill The Whale12. Heart Of The Sunrise
4. In The Presence Of13. Long Distance Runaround
5. We Have Heaven14. The Fish
6. South Side Of The Sky15. Awaken
7. And You And I16. I've Seen All Good People
8. To Be Over17. Roundabout
9. Clap

Mei, oh, mei, von YES wurde in den letzten Jahren, insbesondere seit der 35-Jahr-Feier, dermaßen viel auf den Markt geschmissen, dass man wirklich gezwungen wird, abzuwägen, was sich lohnt und was lieber in den Regalen verstauben sollte.
Prinzipiell kann man als Hardcore-YES-Fan mit dieser neuen "Live At Montreux"-DVD nichts verkehrt machen, denn die fünf Herren, die sich 2003 auf ihrem allerersten Montreux-Festival-Auftritt haben ablichten lassen, musizieren im legendären Line-Up mit Anderson, Howe, Squire, Wakeman und White. Das beruhigt schon mal, denn die zwischenzeitlichen Umbesetzungen in den 80's brachten nicht viel Glorreiches und kaum Bleibendes hervor.
Hier also die Edelbesetzung, die seit den frühen bis mittleren Siebzigern (Ausnahme natürlich "Relayer", wo Patrick Moraz die Tasten bediente) eine Handvoll fabelhafter Alben veröffentlichten und ihren Status als Wegbereiter des Prog-Rock zementierten. Ein Ruf, der bis heute bei Hunderttausenden widerhallt. Was wäre das Genre Prog ohne YES ? Hypothetisch - in jedem Falle aber um einige tolle Alben ärmer.

Dass YES ihre hochkomplexen Werke auch live immer beeindruckend versiert und mitreissend zur Schau boten, wissen wir spätestens seit dem Triple-Album "Yessongs" aus den Siebzigern. Meine Vinylfassung jedenfalls steht immer noch wohlbehütet im Regal und erfreut sich von Zeit zu Zeit einer klanglichen Wiederbelebung.
2003 in Montreux sehen wir natürlich reichlich gealterte und auch beleibtere Musiker (zumindest Squire und White wirken doch recht wuchtig), die aber nach wie vor schwierigste Passagen aus dem Ärmel schütteln, als gäbe es kaum leichtere Übungen. Steve Howe, der Saitenzauberer, der seine waghalsigen Kadenzen mit der Ruhe eines weisen Professors zelebriert, Wakeman, fingerfertig, exaltiert und soundbeflissen wie eh und je, Anderson stimmsicher und esoterisch, White, das kumpelige Arbeitstier im Schweiße seines Angesichts, und Squire, der Showman im wehenden Gewand. Die dargebotene Mixtur aus alten und neuen Kompositionen scheint recht gut gewählt, denn wer möchte schon ernsthaft auf die unvergesslichen Klassiker wie Roundabout, And you and I, Siberian Khatru, Long distance runaround oder Awaken verzichten ? Manch Evergreen fehlt zwar, doch wie sollten YES all ihre vorzüglichen Kompositionen aus den alten Tagen in ein 2-Stunden-Konzert pressen ? YES verstehen sich selbst jedenfalls nicht als vergreisende Oldie-Band, sondern weiterhin als sich entwickelndes Team, so bringen sie also auch Kompositionen der jüngeren Vergangenheit unter. Wobei, offen gestanden, der leicht angestaubte Charme und die Klasse eines liebgewonnen Gassenhauer wie Heart of the sunrise oder I've seen all good people unerreicht bleibt.

"Live At Montreux" darf man getrost als Konzert-Highlight klassifizieren. Als YES-Fan, bzw. als Prog-Fan wahrscheinlich unverzichtbar, denn hier zeigt ein freundlicher Dinosaurier, wie man den Ballast der Vergangenheit schultern kann, ohne in die Knie zu gehen.

Ländercode: 0
Sound: DTS, 5.1 Dolby Surround/Stereo, PCM Stereo

Frank Ipach, 21.04.2007

 

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