Yngwie Malmsteen

Attack!!

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CD-Review

Reviewdatum: 30.03.2003
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Yngwie J. Malmsteen
Attack!!, Steamhammer/SPV, 2002
Yngwie J. Malmsteen Guitars, Bass, Sitar, Cello, Keyboards, Vocals
Dougie WhiteVocals
Derek SherinianKeyboards
Patrick JohanssonDrums
Produziert von: Yngwie J. Malmsteen Länge: 69 Min 10 Sek Medium: CD
1. Razor eater9. In the name of god
2. Rise up10. Freedom
3. Valley of kings11. Majestic blue
4. Ship of fools12. Valhalla
5. Attack!13. Touch the sky
6. Barbeque & Roll14. Iron clad
7. Stronghold15. Air
8. Mad dog

Yngwie J. Malmsteen ist einer der Künstler, der das Publikum auch nach Jahren noch polarisiert. Zwischen unterwürfiger Verehrung und abschätzender Verachtung liegen die Extreme, wobei oftmals die Objektivität zu kurz kommt.

Als ich Mitte der Achtziger mit seinen Alben "Rising force" und "Marching out" in Berührung kam, war ich von seinem klassischen und von Ritchie Blackmore inspirierten Gitarrenstil schlichtweg fasziniert. Technisch war das erste Sahne, was diesen Alben jedoch schlichtweg fehlte, war ein ansprechender Sänger und faszinierende Songs.

So musste ich auf "Trilogy" mit Marc Boals und "Odyssey" mit Joe Lynn Turner warten um endgültig überzeugt zu werden.
An diesen Werken gab es nun wirklich nichts zu mäkeln und Songs wie You don't remember, I'll never forget oder Crystal ball entwickelten sich zu zeitlosen Klassiker des melodischen Heavy Rocks.

Leider erreichte der schwedische Gitarrengott das durchgängig hohe Niveau dieser beiden Alben in den Folgejahren nur noch sehr sporadisch. An Yngwie und seinen Sängern, mit denen ihn oftmals eine Hassliebe verband, lag das in den seltensten Fällen, eher schon wieder daran, dass man zu wenig Augenmerk auf ansprechendes Songwriting legte.

Nun bläst Yngwie zur nächsten Attacke und wer will es einem verdenken, dass die Skepsis zunächst wieder einmal überwiegt. Allerdings nicht für lange Zeit. Es geschehen wirklich noch Zeichen und Wunder! "Attack" ist das Album, auf das ich vierzehn Jahre gewartet habe.

Mit Dougie White ist wieder mal ein Ex-RAINBOW-Vocalist am Start, und definitiv nicht der Schlechteste. Dazu konnte noch der Ex-DREAM THEATER-Tastenvirtuose Derek Sherinian gewonnen werden. Vervollständigt wird das 'Dreamteam' durch Schlagzeuger Patrick Johansson.

Stilistisch reitet Yngwie auf seiner altbekannten Schiene und kombiniert klassische Einflüsse, mit melodischem Heavy Rock in der Tradition von Bands wie eben RAINBOW, aber auch DIO.
Dennoch würde die Attacke wirkungslos verpuffen, hätte man es nicht verstanden in kompositorischer Hinsicht gnadenlos zuzuschlagen. Seit "Odyssey" gab es nie mehr eine solche Konzentration an mitreißenden Songs auf einem Studioalbum des schwedischen Gitarrenhexers. Das macht "Attack" zu einer der herausragenden Veröffentlichungen in seiner langen Karriere.

Wer also immer noch ein wenig Yngwies glorreichen Spätachtziger-Werken nachtrauert und schon seit geraumer Zeit einen würdigen Nachfolger zu RAINBOWs "Stranger in us all" sucht, für den führt an "Attack" beim besten Willen kein Weg vorbei.
Starke Scheibe!

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 30.03.2003

 

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