Zakk Wylde

Book Of Shadows II

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.04.2016
Jahr: 2016
Stil: Acoustic Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Zakk Wylde
Book Of Shadows II, Spinefarm Records, 2016
Zakk WyldeGesang, Gitarren, Klavier
Produziert von: Zakk Wylde Länge: 73 Min 33 Sek Medium: CD
01. Autumn Changes09. Yesterday's Tears
02. Tears Of December10. Harbors Of Pity
03. Lay Me Down11. Sorrowed Regret
04. Lost Prayer12. Useless Apologies
05. Darkest Hour13. Sleeping Dogs
06. The Levee14. The King
07. Eyes Of Burden15. Tears Of December (Piano Version - Bonus Track)
08. Forgotten Memory16. Lost Prayer (Piano Version - Bonus Track)

Als Ozzy Osbourne im Jahr 1987 einen Ersatz für seinen geschassten/gegangenen Gitarristen Jake E. Lee suchte, da staunte die Fachwelt nicht schlecht, als der Madman des Metal den damals erst 19-jährigen Zakk Wylde als seinen neuen Axtmann präsentierte. Aber in den nächsten knapp 20 Jahren bildeten Ozzbourne und Wylde ein zumeist sehr gut funktionierendes Gespann, das zudem mit “No Rest For The Wicked“, “No More Tears“ und “Down To Earth“ einige sehr erfolgreiche Alben aufnahm und es zudem mit der Single Dreamer (von “Down To Earth“) bis auf Platz Zwei in den deutschen Charts schaffte. Aber nach dem durchaus enttäuschenden “Black Rain“ endete die Kooperation und Wylde widmete sich seitdem exklusiv seiner bereits zuvor eingeläuteten Solo-Karriere, die er zumeist unter dem Banner der BLACK LABEL SOCIETY bestreitet.

Aber begonnen hatte er sie – neben dem Ausflug mit PRIDE & GLORY – mit dem Album “Book Of Shadows“, einem rein akustisch gehaltenen Werk, das eine komplett andere Seite des Musikers Zakk Wylde zeigte. Melancholisch und ruhig öffnete der Mann aus New Jersey die zarte Seite seiner Seele und offenbarte zudem an Banjo, Mundharmonika und vor allen Dingen beim Gesang ganz neue Talente. Diese ließ er später dann auch vereinzelt bei der BLACK LABEL SOCIETY einfließen, aber so pur und unverfälscht waren sie bisher eigentlich nur auf dem „Buch der Schatten“ zu hören.

Photo-Credit: Oktober Promotion

Nach zwanzig Jahren nun hat sich Wylde offenbar der Qualitäten dieses Albums besonnen und legt den Nachfolger vor, konsequenterweise unter dem Namen “Book Of Shadows II“. Und musikalisch schlägt der bärtige Gitarrist wieder genau in die gleiche Kerbe. Die Kompositionen basieren auf der akustischen Gitarre, Klavier und der sonoren Stimme von Wylde. Die Wurzeln der insgesamt 16 Songs (darunter sind zwei sehr gelungene Bonus Tracks) liegen auch bei diesem Werk wieder im Folk und dem Blues – und das Ganze dann überwiegend im gemäßigten, manche würden sagen balladesken, Tempo.

Im Gegensatz zum ersten “Book Of Shadows“ habe ich hier den Eindruck, dass auch einfach cleane E-Gitarren eingesetzt werden. Zudem sind natürlich wieder einige der Soli mit einer elektrischen Gitarre eingespielt. Dabei kommen – wie etwa bei Forgotten Memory oder Yesterday’s Tears - einige seiner schönsten Soli zustande. Allerdings fand ich insgesamt betrachtet, die Kompositionen bei der ersten Auflage doch ein wenig mehr berührt. Aber dennoch ist auch “Book Of Shadows II“ wieder eine rundum gelungene Scheibe geworden. Es ist halt immer auch schön, mal was anderes von dem alten Berserker zu hören zu bekommen.

Mit dem ersten “Book Of Shadows“ etablierte sich Zakk Wylde Anfang der 1990er Jahre erstmals als etwas anderes als lediglich Ozzys Sidekick. Mittlerweile hat er sich ja längst als eigene „Marke“ etabliert, sowohl als Leader der BLACK LABEL SOCIETY aber auch als Solo-Künstler. Und mit dem “Book Of Shadows II“ bietet er seinen Fans wieder einmal einen Blick auf die andere, sprich melancholisch-ruhige Seite seines Schaffens. Das ist eine CD, die man problemlos auch mal einem nicht Rock-affinen Publikum vorspielen kann.

Marc Langels, 04.04.2016

 

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