Zdob Si Zdub

Basta Mafia

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 10.02.2012
Jahr: 2012
Stil: Crossover, Ethno Pop

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Zdob Si Zdub
Basta Mafia, Asphalt Tango, 2012
Roman IagupovLead Vocals
Mihail GincuBass, Percussion, Guitar, Keyboards, Organ, Mandolin, Sitar & Backing Vocals
Andrei CebotariDrums & Percussion
Sveatoslav StatusGuitar
Victor DandesTrombone, Flute & Caval
Valeriu MaziluTrumpet & Cimbol
Gäste:
Aliona TribolViolin & Backing Vocals
Olga PascalBacking Vocals
Katrin RinglingBacking Vocals
Marc ElsnerSynthesizer, Programming, Guitar & Backing Vocals
Radu Mihalescu, Ruslan CebotariTrumpet
Alexandru Iancu, Mihail PostolachiTenor Horn
Dumitru TapalagaTuba
Veaceslav VesteBaritone Horn
Octavian SaranClarinet
Produziert von: Marc Elsner Länge: 53 Min 10 Sek Medium: CD
01. Basta Mafia08. Trece vremea omului
02. Running09. Nistru
03. Eternal Kiss10. Good Bye
04. Gipsy Life11. F-S-S-O
05. We Are Free12. The Holy Fuel
06. Maria13. So Lucky
07. Haiduk

Da sind sie wieder, die schrägen Moldawier, die neben LORDI für die seltenen unvergesslichen Momente beim Eurovision Song Contest gesorgt haben: Erst schlug die Oma die Trommel (Bunica Bate Doba) und zuletzt gab es bei So Lucky die Invasion der Spitzhüte. Aber auf Dauer wollen ZDOB SI ZDUB mehr sein als die lustig durchgeknallten Exoten, weshalb man sich auch einen an westlichen, nicht unkommerziellen Klängen erprobten Produzenten mit Marc Elsner (MR. ED JUMPS THE GUN, DIE HAUT) hinzunahm.

Deshalb ist “Basta Mafia“ auch nicht ausschließlich die vom einen oder anderen vielleicht erwartete bunte Balkanplatte, sondern nähert sich durchaus auch mal dem internationalen Geschmack an. So sind Running oder Gipsy Life recht popaffin geworden, Eternal Kiss orientiert sich sogar vorsichtig am Wave der achtziger Jahre. Dennoch ist das alles (zum Glück) längst noch nicht glattgehobelt und blankgewienert, es sorgen noch reichlich Bläser für jazzige Coolness (We Are Free) und die Extraportion moldawischer Wehmut (Haiduk, Nistru) bremst den sich heranschleichenden Gedanken des Ausverkaufs immer wieder aus.

Man zieht den Crossover-Gedanken eben etwas weiter auseinander, schreckt auch vor einer gelegentlichen Annäherung an den Mainstream nicht zurück, ohne dabei ein gewisses subversives Element zu verlieren. Nicht ganz zufällig sind ja die RED HOT CHILI PEPPERS die großen Vorbilder von ZDOB SI ZDUB – auch die gingen ja den Weg von den durchgeknallten Genital-Socken-Funkrockern zur Stadionband ohne sich dabei komplett zu verleugnen. Sich nicht selbst anpassen, sondern versuchen, den Mainstream leicht zu unterwandern und somit von innen heraus Veränderungen zu schaffen, das ist die Kunst. Mit “Basta Mafia“ haben ZDOB SI ZDUB die ersten schritte dazu unternommen. Und großen Spaß macht die Scheibe sowieso noch allemal.

Ralf Stierlen, 07.02.2012

 

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