Zebra

IV

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.06.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Zebra
IV, Frontiers Records, 2003
Randy Jackson Lead Vocals, Guitars, Keyboards
Felix Hanemann Bass, Backing Vocals
Guy Gelso Drums
Chillie Willie Sax (Waiting To Die)
Produziert von: Randy jackson Länge: 52 Min 21 Sek Medium: CD
1. Arabian Nights7. So I Dance
2. Light Of My Love8. Waiting To Die
3. Who Am I9. A World That Is Learning
4. Angels Calling10. My Life Has Changed
5. K.K. Is Riding11. Why
6. Free

Freunde des schwarzweiss gestreiften Hardrock: Die ZEBRAS galoppieren nach über 16 Jahren wieder über ihr musikalisches Territorium!
"Zebra IV" ist die Reunion einer sehr interessanten AOR Band aus den 80ern. MELODIC ROCK für Freunde der etwas härteren Gangart verspricht die Presseinfo.
Das verwundert mich. Stand die Band doch früher für relativ gemäßigten AOR. Nun gut, gelegentlich konnten sie auch gut losfetzen. Doch meistens schwammen sie im Fahrwasser solcher Bands wie Survivor oder Danger Danger.

Also erst mal in die CD lauschen. Und siehe da. Die drei legen sich mit dem orientalisch angehauchten Arabian Nights gleich mächtig ins Zeug. Melodischer Hardrock mit einer Prise RUSH tönt aus den Lautsprechern.
Randy Jackson's Stimme quickt auch nach 16 Jahren noch immer in den unmöglichsten Höhenlagen. Guy Gelso verpasst dem Ganzen einen bombastischen Trommelteppich.
Auf Light Of My Love drosseln ZEBRA das Tempo keineswegs. Im Gegenteil. Durch die kantigen Gitarrenriffs wirkt der Song etwas ungeschliffener und spröder als der Vorgänger. Ein starker Rocker, der einem so richtig schön das Cholesterin aus den Adern spült.
Who Am I knpüft anschließend an die alten Zeiten der Band an. Melodischer Rock mit angezogener Handbremse. Ein schöner Ohrwurm der fast schon etwas nach BILLY PILGRIM klingt. Einzig und allein Drummer Guy Gelso trommelt wie ein Hardrocker.

Der Rest des Albums ist tempomäßig sehr ausgeglichen. K.K. Is Riding, Free und My Life Has Changed rocken munter drauflos. Trotz aller Melodie verfügen diese Heavyrocker über teilweise sehr komplexe und schwierige Arrangements. So stellen sich auch nach mehrmaligem Hören keine Ermüdungserscheinungen ein. Der Easy Listener wird allerdings den sich sofort einzustellenden LaLaLa-Effekt vermissen.

Und wer nach den deftigen Rockern mal in Ruhe bei einem Gläschen verschnaufen möchte, zappe schnell zu Track 8. Waiting To Die passt so gar nicht auf eine AOR Scheibe. Das ist cooler Smooth Jazz wie er in vielen New Yorker Bars ertönt. Nun gut, er mündet zum Schluß in ein Melodic Rock Finale. Ich finde den Song ganz witzig, bezweifle aber, dass gestandene Rockfans die 5 Minuten durchhalten.
Mit So I Dance führt die Band den Zuhörer zurück in die Sechziger Jahre. Der Song ist raffiniert arrangiert und man meint eine Session zwischen den EASYBEATS und den BEACH BOYS zu hören. Dazu klingen die Gitarren und das pulsierende Schlagzeug stark. Das hat was.

ZEBRA ist mit ihrem vierten Studioalbum ein starkes Comeback gelungen. Durch geschickte Arrangements und gutes Songwriting entstand ein äußerst abwechslungsreiches AOR Werk der härteren Gangart das sich angenehm von dem üblichen Melodic Rock Tralala abhebt.
Klang und Produktion sind sehr gut.

Joachim Domrath, 21.06.2003

 

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