Zenobia

Delayed

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.12.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Zenobia
Delayed, QuiXote Music, 2006
Frank Hoyer Vocals
Alexander Fischer Guitar
Uwe Haaß Bass
Lars Girke Drums
Steffen Rohr Keyboards
Produziert von: Zenobia Länge: 73 Min 47 Sek Medium: CD
1. The Ballad Of Billy The Brain7. Meet Your Maker - Pt.3 Challenge Your Fate
2. Moonstone Sky8. Meet Your Maker - Pt.4 Where It All.Starts
3. The Living Element9. Meet Your Maker - Pt.5 Power From Within
4. Try To Wake Up?10. Meet Your Maker - Pt.6 Me King - You King
5. Meet Your Maker - Pt.1 Steps Ahead11. Meet Your Maker - Pt.7 Epilogue
6. Meet Your Maker - Pt.2 Prologue12. Moonstone Sky (MSP-Remix)

Bei den Berliner Progrockern von ZENOBIA hält man es mit dem Sprichwort: "Gut Ding will Weile haben." Denn nach dem Debütalbum "October" im Jahre 1999 kommt erst jetzt der Nachfolger mit dem lustigen Namen "Delayed" heraus. Und auf diesem schaffen sie den durchaus nicht einfachen Spagat zwischen luftigem Groove und erdiger Bodenständigkeit, wenn immer mal wieder saftiger Bluesrock durch die Türspalte linst.

Die beiden Kernstücke des Albums, die Epen The Ballad Of Billy The Brain und Meet Your Maker, sind alles andere als ungelenke Progmonstren, sondern überzeugen durch Vielfalt, Ideenreichtum, ausschwingenden Melodiebögen und zündenden Rhythmuswechseln, alles vereint von den ökonomisch eingesetzten Keyboards.
Die etwas raue Stimme von Frank Hoyer ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig und sein Gesangsstil etwas "krautig", aber das tut dieser warmen, einfach gute Gefühle vermittelnden Musik keinerlei Abbruch. Das Storytelling der Texte (in The Ballad Of Billy The Brain wird ausführlich die Geschichte des Protagonisten und seine Beziehung zur Natur erzählt) erinnert an US-Prog wie zum Beispiel LITTLE ATLAS.
Ein wenig Retro-Anleihen, geschmackvoller AOR (Moonstone Sky) und Art Pop (Try To Wake Up?) all das erinnert ohne Zweifel an SPOCK'S BEARD, was aber in jedem Falle als Kompliment und nicht als Plagiatsvorwurf aufgefasst werden soll. Denn dazu sind ZENOBIA einfach zu eigenständig und gelegentlich auch eigenwillig, was der spacige Remix von Moonstone Sky verdeutlicht.

Dem ganzen das Häubchen auf, setzt die hervorragende Produktion, die noch einmal verdeutlicht, dass hier absolute Perfektionisten am Werk sind, die nichts dem Zufall überlassen haben. Das kann dann schon mal sieben Jahre dauern. Aber nach den sieben mageren Jahren kommen ja sieben fette Jahre, wenn man der biblischen Überlieferung im ersten Buch Mose folgen mag. Insofern ist zu hoffen, dass ZENOBIA nicht wieder in der Versenkung verschwinden werden, sondern "Delayed" nicht nur zahlreich unter die Progfans hierzulande verteilt werden kann (verdient hätte es diese tolle Scheibe), sondern man diesen sonnigen, optimistischen Progrock auch ab und an live zu hören bekommt.

Ralf Stierlen, 08.12.2006

 

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