Zoey Van Goey

Propeller Versus Wings

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.03.2011
Jahr: 2011
Stil: Indie

Links:

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Redakteur(e):

Jan Wölfer


Zoey Van Goey
Propeller Versus Wings, Chemikal Underground, 2011
Matt BrennanDrums, Percussion
Michael John McCarthyVocals, Guitars and stuff
Kim MooreKeyboards, Fiddle, Vocals
Adam ScottBass and stuff
Produziert von: Paul Savage Länge: 32 Min 36 Sek Medium: CD
01. Mountain On Fire07. Little Islands
02. The Cake And Eating It08. Extremeties
03. Sackville Sun09. Robot Tyrannosaur
04. My Aviator10. Another Day Another Disaster
05. Escape Maps11. Where It Lands
06. You Told The Drunks I Knew Karate

Zoey Van Goey ist eine Band, die von einem Iren, einem Kanadier und einer Engländerin in Glasgow gegründet wurde. Und um als "schottische Band" durchzugehen, holten sie sich einen Schotten in die Band, der um keine Zweifel offen zu lassen auch noch auf den Namen Scott hört. Der wunderbare Popschmelztigel Glasgow, der längst London den Ruf der Pophauptstadt des UK abgelaufen hat, zeigt sich mit Zoey Van Goey von einer neuen Seite.

Die Geschichte ihres Bandnames ist nicht weniger speziell: Zoey Van Goey ist der Künstlername einer US-Amerikanischen Künstlerin, die in der zweiten Hälfte der 80er Jahre in Westberlin tätig war und dort auch zwischenzeitlich als Muse von Wim Wenders fungierte. Nach dem Fall der Mauer zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, über ihr Leben in den letzen zwanzig Jahren ist nichts bekannt. Der Titel des neuen, ihres zweiten, Albums Propeller Versus Wings ist wiederum von einem Film inspiriert, A Matter Of Life & Death von Powell & Pressburger.

Nach soviel Legende nun zu der Musik: Zoey Van Goey pflegen einen spielerischen Umgang mit Einflüssen wie Folk, Pop, Country - erinnern dabei an Bands wie XTC, YO LA TENGO oder THE MAGNETIC FIELDS. Auch eine Nähe zu anderen Glasgower Acts wie THE PHANTOM BAND kann man aus der Musik heraushören. Durch die Kombination der weiblichen Stimme von Kim Moore und der männlichen von Michael John McCarthy, dem Einsatz von Instrumenten wie Xylophon, Akkordeon, Glöckchen, Drums, Gitarre, Piano, Mellotron, Tambourin, Fingerbecken oder auch Violine entsteht eine klangliche Vielfalt, die souverän ausgenutzt wird und den Hörer immer wieder überrascht. Another Day, Another Desaster lässt auf ein folklorisches Akkordeon heftige Gitarrenausbrüche folgen, Robot Tyrannosaur spielt mit Noisebeats und sirenenartigen Orgeln und Fuzzgitarren, die Single The Cake And Eating It beleihen einen ähnlichen TALKING HEADS-beeinflussten Groove wie es auch FIELD MUSIC dieser Tage zitieren und Sackville Sun kommt mit akustischen Gitarren und gezupften Geigen daher.
Die Band ist übrigens dieser Tage auf Deutschlandtour, ein Blick in die lokalen Veranstaltungskalender lohnt sich!

Jan Wölfer, 10.03.2011

 

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