ZZ Top

Rockpalast

Double Down Live 1980 2008

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 14.10.2009
Jahr: 2009
Stil: Rock, Blues, Boogie

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Redakteur(e):

Frank Ipach


ZZ Top
Double Down Live 1980 2008, Eagle Vision, 2009
Billy GibbonsVocals, Guitar
Dusty HillBass, Vocals
Frank BeardDrums
Produziert von: WDR & Jamie Chamberlain Länge: 154 Min 00 Sek Medium: DVD
Live At Rockpalast 1980
01. Thank You12. Cheap Sunglasses
02. Waitin' For The Bus13. Arrested For Driving While Blind
03. Jesus Just Left Chicago14. Beer Drinkers & Hell Raisers
04. Precious And Grace15. La Grange
05. I'm Bad, I'm Nationwide16. She Loves My Automobile
06. Manic Mechanic17. Hi Fi Mama
07. Lowdown In The Street18. Dust My Broom
08. Heard It On The X19. Jailhouse Rock
09. Fool For Your Stockings20. Tush
10. Nasty Dogs & Funky Kings21. Tube Snake Boogie
11. El Diablo22. Just Got Paid
On The Road 2008
01. Got Me Under Pressure07. Just Got Paid
02. Waitin' For The Bus08. I Need You Tonight
03. Jesus Just Left Chicago09. La Grange
04. I'm Bad, I'm Nationwide10. Hey Joe
05. Blue Jean Blues11. Tush
06. Heard It On The X

Respekt, Respekt, ZZ TOP, fast 40 Jahre Band-Historie in ein und derselben Besetzung, das gibt's nicht alle Tage. Die drei Langbärte aus Texas, Billy Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard touren unermüdlich durch die Welt und hauen eine Live-DVD nach der anderen unters Volk. Vergangenes Jahr erfreuten sie uns noch mit "Live From Texas", 2009 steht nun ein wertiges Doppelpack an, das sich auf zwei Gigs aus den Jahren 1980 und 2008 konzentriert.

Der unvergessene Rockpalast-Auftritt aus dem April 1980, der ZZ TOP seinerzeit schlagartig in Europa bekannt machte und quasi einen Querschnitt der ersten sechs Alben samt ihrer glorreichen Siebziger Jahre Songperlen präsentiert, zeigt die drei Boogiemänner ganz sprichwörtlich als 'lil' ol' band from Texas'. Kein großes Brimborium, mal abgesehen vom flammenden ZZ TOP-Schriftzug im Intro, keine extravaganten Klamotten, keine gestylten Stiefel, Mützen, Schmuck oder Accessoires, sondern nur drei Musiker, alle Ende 20 und trotzdem schon mit fast 10 Jahren Band-Erfahrung, die ihren ersten Fernsehauftritt in Europa mit einer unglaublichen Präsenz und flammender Energie zu füllen versuchen, was ihnen zum allergrößten Teil auch gelingt. Man spürt keinerlei Nervosität, sondern staunt über ein eingespieltes und fett geschmiertes Räderwerk aus knarzenden und krachenden Blues, Boogie, und Rock-Elementen.

Die 22 schweißtreibenden Tracks dieses Rockpalast-Gigs sind nichts anderes als allererste Sahne und für die treuen Fans, die meinen, die 70's seien die fruchtbarste Zeit der Langbärte gewesen, ein gleichermaßen wunderbares Erlebnis und eine bleibende Erinnerung an die seligen Tage ohne zischende und surrende Synthies und elektronisch aufgemotztes Schlagzeug. Ein fantastisches Konzert.

28 Jahre später, im Zuge ihrer Europatournee, lassen sich die zauseligen Superstars erneut filmen und alles ist eine Nummer größer, ausgetüftelter und vor allen Dingen durchgestylter als Dekaden zuvor. Man muss dem kräftig zahlenden Zuschauer heute schon etwas für's Auge bieten, muss seinen eigenen Legendenstatus pflegen, nicht nur mit den guten alten Trademark-Songs oder der synchron geschwungenen Beinarbeit , sondern auch mit eigens konzipierten Gitarren und Mikroständern, einem ebenso spartanisch wie extravaganten Bühnendesign und letztendlich auch mit einer, ganz gewiss von einem Styling-Berater, durchdachten Klamottenedition. Dies alles ist nett anzuschauen, macht wirklich was her, ist richtig coole Scheiße, erinnert aber letztlich doch ein wenig an eine Zirkusnummer. Wären da nicht die nach wie vor tollen Songs der lil' ol' band from Texas, die wie eh und je ein großartiges Gefühl vermitteln und den Boogie, den Blues und den nach vorn preschenden Rock propagieren, ganz wie dereinst im Frühling. Und, Billy Gibbons' Gitarrensound haut einen wirklich aus den Schuhen. Immer noch...

Die auf DVD 2 gezeigten Backstage-Impressionen und dazwischen gestreuten Interviewfetzen des französischen Journalisten erscheinen eher unbedarft und unfreiwillig komisch. Die Band, insbesondere Drummer Frank Beard zeigt sich, ob der eindimensionalen Fragestellungen, fast gelangweilt , so dass diese faden Wortbeiträge den Gesamteindruck schon ein wenig schmälern. Das hätte man sich durchaus sparen können. Bei ZZ TOP spricht letztlich die Musik nach wie vor für sich.

Frank Ipach, 13.10.2009

 

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